Hauptstadt-Reden

Wir sind auf gutem Wege (13 Bundesländer haben bereits in Berlin gesprochen), alle Regierungschefs der deutschen Bundesländer zu einer öffentlichen Stellungnahme über das Verhältnis ihres Landes zur Hauptstadt Berlin zu bewegen. Damit wollen wir auch einen Anstoß geben für eine interessierte und offenere Position der Deutschen zu ihrer Hauptstadt. Die Reihe wird ergänzt durch Botschafter und Persönlichkeiten aus der deutschen Gesellschaft (bisher Peter Heesen, Bundesvorsitzender des dbb, Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, der Botschafter der Russischen Föderation, S.E. Vladimir M. Grinin und der Botschafter der USA, Philip D. Murphy). Auch sie tragen – ganz persönlich und für die Organisationen und Institutionen, die sie vertreten – zur Entwicklung der Hauptstadt Berlin in Deutschland und zur Verbesserung ihrer Arbeitsfähigkeit bei. Mit einer neuen Reihe versuchen wir, die Zusammenarbeit zwischen der Hauptstadtregion und den polnischen Nachbarregionen dadurch zu fördern. Was erwarten die polnischen Repräsentanten von Berlin, einer Hauptstadt, die im östlichen Teil der Bundesrepublik Deutschland liegt, nahe also den mitteleuropäischen Nachbarn?

Hauptstadt-Reden der Ministerpräsidenten

Wir sind auf gutem Wege (13 Bundesländer haben bereits in Berlin gesprochen), alle Regierungschefs der deutschen Bundesländer zu einer öffentlichen Stellungnahme über das Verhältnis ihres Landes zur Hauptstadt Berlin zu bewegen. Damit wollen wir auch einen Anstoß geben für eine interessierte und offenere Position der Deutschen zu ihrer Hauptstadt. Die Initiative für diese Reihe ging von den Mitgliedern des Stiftungsbeirates Klaus Bresser, Ernst Elitz, Jürgen Engert, Hermann Rudolph und dem Vorsitzenden der Stiftung Zukunft Berlin, Volker Hassemer, aus.

Berlin sollte sich niemals selbst genug sein. Was erwarten die deutschen Länder von der Hauptstadt und Metropole Berlin? – Diese Frage stellt die Stiftung Zukunft Berlin den Ministerpräsidenten der Länder und lädt sie zur „Hauptstadt-Rede“ nach Berlin ein. Inzwischen ist eine eindrucksvolle Sammlung von Stimmen der Ministerpräsidenten über Berlin entstanden. Die Reden haben für neue Anstöße in der öffentlichen Diskussion über die Zukunft Berlins und ihr Verhältnis zu den Ländern gesorgt. Für die Stiftung Zukunft Berlin endet dieses Thema nicht mit den Reden der Ministerpräsidenten. Sie setzt sich für Konsequenzen aus den Erwartungen der Länderchefs ein.

Buch „Reden über die Hauptstadt“

Ein Großteil der bisher gehaltenen Hauptstadt-Reden sind in dem von der Stiftung Zukunft Berlin herausgegebenen Sammelband „Reden über die Hauptstadt. Die Bundesländer und Berlin – Ministerpräsidenten im Dialog“ erschienen. Darin enthalten sind die Reden von Matthias Platzeck, Peter Althaus, Christian Wulff, Günther H. Oettinger, Georg Milbradt, Wolfgang Böhmer, Ole von Beust, Jens Böhrnsen, Peter Müller und Peter Harry Carstensen. B&S Siebenhaar Verlag, 184 S., Hardcover mit Schutzumschlag, ISBN: 978-3-936962-02-4, Preis: Euro 19,80 (Link zu Bestellformular B&S Siebenhaar Verlag)

Aus den Reden der Ministerpräsidenten

„Ob und wie Berlin seinen Aufgaben als deutsche Hauptstadt und als europäische Metropole gerecht werden kann, hängt davon ab, ob die Metropolenregion insgesamt ein tragfähiges wirtschaftliches Fundament für das 21. Jahrhundert findet.“ Matthias Platzeck, Hauptstadt-Rede am 12. Juni 2006

„Berlin ist das Label für Deutschland. Wenn also diese Stadt sich selbstbewusster entwickelt, ist das gleichzeitig das Label, das Deutschland international bekommt und Entwicklungsimpulse für andere Teile Deutschlands mit sich bringt.“ Dieter Althaus, Hauptstadt-Rede am 4. Oktober 2006

„Die Faszination Berlins speist sich zu einem großen Teil aus seiner Vielfalt unterschiedlicher gesellschaftlicher Lebensentwürfe und den vielen verschiedenen Kulturen, aus denen die Menschen stammen, die in Berlin leben. Voraussetzung für eine solche Vielfalt ist Toleranz.“ Christian Wulff, Hauptstadt-Rede am 3. November 2006

 „Die Länder sollten sich noch stärker als bisher in der Hauptstadt präsentieren, damit ganz Deutschland in seiner Vielfalt in Berlin sichtbar wird.“ Günther H. Oettinger, Hauptstadt-Rede am 30. März 2007

„Berlin sollte seine Chancen in der Mitte Europas nutzen. Politisch wird Brüssel die Hauptstadt Europas bleiben. Aber wirtschaftlich und kulturell kann Berlin durch die europäische Integration wieder an seine frühen Glanzzeiten anknüpfen.“ Georg Milbradt, Hauptstadt-Rede am 23. April 2007

„Wie Berlin vom Rest der Republik wahrgenommen wird und welches Berlin-Bild dort vorherrscht, liegt in erster Linie an Berlin selbst.“ Wolfgang Böhmer, Hauptstadt-Rede am 14. Mai 2007

„Berlin könnte die europäische Metropole im Jahr 2015 oder 2020 sein, die Ost und West zusammenführt und die Impulse aus der Verschiedenheit der Mentalität nutzt.“ Ole von Beust, Hauptstadt-Rede am 17. September 2007

„Berlins glanzvolle Hauptstadtfunktion hat natürlich auch ihre anstrengenden Seiten. Sie bürdet Berlin Lasten auf. Deshalb hat Artikel 22 des Grundgesetzes nicht nur den einen, sondern auch einen zweiten Satz: ‚Die Repräsentation des Gesamtstaates in der Hauptstadt ist Aufgabe des Bundes’.“ Jens Böhrnsen, Hauptstadt-Rede am 30. November 2007

„Natürlich wird Berlin als kulturelles Zentrum nicht die herausgehobene Position haben wie sie Paris in Frankreich hat. Ist das eigentlich von Nachteil?“ Peter Müller, Hauptstadt-Rede am 23. Juni 2008

„Berlin ist für die deutschen Länder ein Ort des Interessenausgleichs, ein Forum eines gesamtstaatlichen Dialogs, in dem die Länder gewichtige Stimmen haben. Ich wünsche mir eine Hauptstadt als Brückenbauer!“ Peter Harry Carstensen, Hauptstadt-Rede am 27. November 2008

„Berlin ist die Hauptstadt aller Deutschen – das ist meine Kernbotschaft gegenüber den Ländern. Auch in einem föderalen System spricht nichts gegen eine starke Hauptstadt. Daran muss sich Deutschland allerdings erst gewöhnen, weil Bonn für viele keine Konkurrenz war.“ Klaus Wowereit, Podiumsdiskussion am 16. März 2009

„Es ist im Föderalstaat entscheidend, dass wir bei allen Interessensunterschieden das Miteinander suchen. Eine offene und ehrliche Beziehung des Bundes zu den Ländern vermisse ich bislang noch.“ Kurt Beck, Hauptstadt-Rede am 16. Dezember 2009

Hauptstadt-Reden von Persönlichkeiten der deutschen Gesellschaft

Nach den Hauptstadt-Reden der Ministerpräsidenten der Länder wird die Reihe ergänzt durch Botschafter und Persönlichkeiten aus der deutschen Gesellschaft (bisher Peter Heesen, Bundesvorsitzender des dbb, Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, der Botschafter der Russischen Föderation, S.E. Vladimir M. Grinin und der Botschafter der USA, Philip D. Murphy). Auch sie tragen – ganz persönlich und für die Organisationen und Institutionen, die sie vertreten – zur Entwicklung der Hauptstadt Berlin in Deutschland und zur Verbesserung ihrer Arbeitsfähigkeit bei. Nach den Hauptstadt-Reden der Ministerpräsidenten der Länder wird die Reihe ergänzt um bedeutende Persönlichkeiten aus der deutschen Gesellschaft. Auch sie tragen – ganz persönlich und für die Organisationen und Institutionen, die sie vertreten – zur Entwicklung der Hauptstadt Berlin in Deutschland und zur Verbesserung ihrer Arbeitsfähigkeit bei. Am 9. September 2010 trug als erster Gesprächspartner dieser neuen Reihe der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, Peter Heesen seine Erwartungen, Wünsche und Forderungen an die Hauptstadt Berlin im Gespräch mit Klaus Bresser und Jürgen Engert vor. Am 31. August 2011 folgte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Dr. Josef Ackermann im Gespräch mit Klaus Bresser und Dieter Stolte.

Hauptstadt-Reden der Botschafter

Nach dem großen Erfolg dieser Veranstaltungen bittet die Stiftung Zukunft Berlin nun auch Repräsentanten von für Berlin besonders bedeutsamen Staaten um Stellungnahmen zu Berlin. Die Hauptstadt Berlin muss nicht nur Augen und Ohren offen haben nach innen, den Deutschen gegenüber. Sie muss sich auch für ihre Position in der Welt interessieren. Als erster Vertreter sprach am 23. Juni 2011 der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Vladimir M. Grinin, am 20. Oktober 2011 der Botschafter der USA, Philip D. Murphy.