Nachbarn in Europa

25 Jahre nach dem Fall der Mauer sollten die Deutschen und die Polen die neuen Möglichkeiten der gegenseitigen Begegnungen und der gemeinsamen Arbeit stärker als bisher nutzen. Die erreichte Realität bleibt bisher hinter der historischen Chance zurück, die das nun vereinte Europa eröffnet hat.

Zielsetzung

Unsere Stiftung leistet einen Beitrag, die Verbindung mit den östlichen und nördlichen Nachbarregionen (insbesondere Polen und Dänemark) zu verstärken. Vor allem mit Breslau, Posen und Stettin soll die Kooperation über gemeinsame Projekte ausgebaut und konkretisiert werden. Deren Stadtpräsidenten sprachen bereits über ihre Erwartungen an Berlin.

Was haben wir bisher erreicht?

  • Im Jahr 2016 trägt Breslau (Wrocław) den von der Europäischen Union verliehenen Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ und präsentiert sich den Besuchern aus Europa und der ganzen Welt. Für diesen Anlass arbeitet die Stiftung an einer sichtbaren kulturellen Präsenz Berlins in Breslau. Zugleich soll Breslau die Gelegenheit gegeben werden, sich in Berlin zu präsentieren (z. B. durch das Projekt Luneta aus dem Kooperationsprojekt „Gewonnene Nachbarschaft“). Es sieht ein vielseitiges Programm aus Veranstaltungen und Ausstellungen in den Bereichen Musik, Kunst, Sport und Wirtschaft vor. In der Zeit der Europäischen Kulturhauptstadt wird am Wochenende ein „Kulturzug“ Besucher von Berlin nach Breslau befördern.
  • Eine Delegation der Stiftung Zukunft Berlin unter Leitung von Botschafter a. D. Reinhard Schweppe ist im Oktober 2014 mit Stettiner Vertretern aus Politik, Kultur und Wirtschaft unter Leitung des Marschalls der Wojewodschaft Westpommern Olgierd Geblewicz  zusammengetroffen. Dabei haben beide Seiten die Gründung eines Runden Tisches Berlin – Stettin vereinbart. Hier sollen Vertreter der Zivilgesellschaft aus beiden Regionen gemeinsame Positionen zu Fragen aus Politik, Wirtschaft, Verkehr, Tourismus, Kultur, Wissenschaft etc. erarbeiten.
    Zur Vorbereitung des Runden Tisches auf deutscher Seite hat die Stiftung eine Arbeitsgruppe (AG Stettin) eingesetzt. Das erste Treffen des Runden Tisches hat auf Einladung der Stiftung am 11.06.2015 in Berlin stattgefunden. Ein erster Erfolg konnte bereits erreicht werden: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn hat sich öffentlich darauf festgelegt, dass die Bahnstrecke Berlin – Stettin ab 2020 durchgehend zweispurig ausgebaut und elektrifiziert sein wird. Damit wird ein dringender Wunsch des Runden Tisches erfüllt.  Der zweite Runde Tisch fand am 27.01.2016 in Stettin statt. Auf polnischer Seite wurde er über Stettin hinaus auf die gesamte Wojewodschaft Westpommern ausgedehnt, um die Bevölkerungszahlen beider Partner stärker anzugleichen (ca 2 Mio Einwohner der Wojewodschaft einschließlich Stadt Stettin). Auch bei diesem zweiten Treffen konnten neue gemeinsame deutsch-polnische Positionen in den verschiedensten Bereichen gefunden werden, die in den kommenden Monaten gegenüber deutschen bzw. polnischen Behörden oder anderen Entscheidungsträgern als Anliegen der Zivilgesellschaft vorgetragen werden.

Was nehmen wir uns vor?

  • Die Fortführung der Kooperation im Hinblick auf die Europäische Kulturhauptstadt Breslau 2016
  • Fortsetzung des „Runden Tisches Berlin-Stettin“
  • Die Fortsetzung der Aktivitäten der Arbeitsgruppe zu Polen
  • Die Unterstützung bei der Vorbereitung des „Baltic Media Forum meets Berlin“ und weiteren „Berlin looks North“-Veranstaltungen und deren Verankerung in Berlin.
  • Noch für 2016 haben wir uns die Einrichtung eines Runden Tisches Berlin – Posen vorgenommen.