Dröge: „Dieses Potenzial muss genutzt werden“

Rückendeckung der Stiftung Zukunft Berlin für die Bewerbung der Stadt Frankfurt (Oder) als Standort für neues Zukunftszentrum

Die Stiftung Zukunft Berlin (SZB) unterstützt die Bewerbung der Stadt Frankfurt (Oder) für das neu geplante „Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit“. SZB-Vorstandssprecher Markus Dröge sagte zur bevorstehenden Standortentscheidung für das Zentrum: „Alle rationalen Argumente sprechen da-für, die neue Einrichtung in Frankfurt (Oder) anzusiedeln. Deshalb unterstützt die Stiftung Zukunft Berlin die Frankfurter Bewerbung und steht künftig auch als Part-nerin für die Zusammenarbeit bereit. Mit unserer Mitwirkung wollen wir dazu bei-tragen, dass die dynamische Wachstumsregion Berlin-Brandenburg auch in der Per-spektivdiskussion Akzente setzt und dabei speziell die europäische Dimension des Projekts deutlich wird.“
Dröge weiter: „Nicht zuletzt zeigen die Erfahrung und Leistung von Frankfurt (Oder) in der Zusammenarbeit mit Słubice, dass hier Potenziale für die europäische Ent-wicklung liegen, die in der Vergangenheit in der EU zu wenig Beachtung fanden. Dies muss für die Zukunft genutzt werden. Deshalb wäre Frankfurt (Oder) der rich-tige Standort für das Zentrum. Ich wünsche mir sehr, dass die Entscheidung in diese Richtung fällt.“
Das geplante Zukunftszentrum basiert auf einem Vorschlag der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ aus dem Jahr 2020 und einem Konzept, das die unabhängige Arbeitsgruppe „Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit“ Mitte des Jahres 2021 vorlegte. Es ist das bislang größte Projekt zur Deutschen Einheit und soll in einer ostdeutschen Stadt entstehen. Die endgültige Entscheidung über den Standort soll nach einem derzeit laufenden Städte-Wettbewerb zu Beginn des kommenden Jahres getroffen wer-den. Die Doppelstadt Frankfurt (Oder) /Słubice liegt mitten in Europa, wird aber durch die nationale Brille oft als „am Rande“ Deutschlands wie Polens wahrgenom-men. Dem positiven Potenzial dieser Gleichzeitigkeit von nationaler Peripherie und europäischer Zentrumslage widmet sich auch das Projekt „Wir sind Europa“ (getra-gen von Stiftung Zukunft Berlin, Walter-Hallstein-Institut für Europäisches Verfas-sungsrecht der Humboldt-Universität zu Berlin und Internationalen Journalisten Programme e.V.).
Yolanda Rother, Vorstandsmitglied und Leiterin des Projekts „Wir sind Europa“ sagte: „Gerade wegen seiner spezifischen Position ist Frankfurt (Oder) als Kompe-tenzzentrum sehr wichtig, weil durch die Probleme und Herausforderungen, vor al-lem aber die Erfahrungen und Zukunftsperspektiven, die hier gemacht werden, Er-kenntnisse gewonnen und Konsequenzen gezogen werden können, die Europa wei-terhelfen.“
Volker Hassemer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der SZB, sagte dazu: „Ein in Frankfurt (Oder) verortetes Zukunftszentrum wäre ein glänzender Ort, um deren spezifischen Beitrag zur „europäischen Transformation“ zu konkretisieren und zu mobilisieren – mit dem Erkennen und der Wertschätzung der europäischen Rolle nationaler Peripherien und damit deren vielerorts andauernde Vernachlässigung zu beenden.“

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