20. Stadtgespräch: "Regen macht Schule" am 8. Mai 2018

Im Rahmen des 20. Stadtgesprächs

Regen macht Schule
Schulbauinitiative mit dezentraler Regenwasserbewirtschaftung und
Umweltbildung verbinden / Öffentlicher Dialog in Charlottenburger Schule


Die Berliner Schulbauoffensive bietet die einmalige Chance, neben der Bauwerkserhaltung und der Sicherung eines zeitgemäßen Lernkomforts auch ökologische Gesamtkonzepte zu berücksichtigen. Dazu zählten etwa die Bewirtschaftung des auf die Dächer und Freiflächen fallenden Regenwassers auf den Schulgeländen selbst und die Integration von Notwendigkeiten und Lösungen dafür in den Unterricht. Das empfiehlt die Initiative „Wasser bewegt Berlin“ nach dem 20. Stadtgespräch „Regen macht Schule“ am 8. Mai. In der Charlottenburger Mierendorff-Grundschule diskutierten Stadtplaner, Pädagogen und Politiker mit Bürgern sowie Vertretern der Initiative „Wasser bewegt Berlin“ der Stiftung Zukunft Berlin.


Ende April hatte der Berliner Senat die Schulbauinitiative vorgestellt, die allein bis 2026 rund 60 Neubauten und etwa 720 Gebäudesanierungen im Gesamtumfang von 5,5 Milliarden Euro umfasst.


Die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung gibt das Land Berlin seit Anfang 2018 bei allen Neu- und nutzungsändernden Umbauten ohnehin vor. Sie ist nach Auffassung von „Wasser bewegt Berlin“ aber auch bei allen Sanierungen im Bestand geboten, weil Projekte zur Versickerung oder Verdunstung von Regen die Attraktivität der Liegenschaften durch mehr Grün erhöhen und das Mikroklima durch Verdunstungskühle verbessern. Zudem erreichten angesichts der rasant wachsenden Versiegelung der Stadt die Kanalisationssysteme bei stärkerem Regen immer schneller ihre Grenzen. Eine Entlastung der Systeme ist wichtige Voraussetzung für saubere Flüsse und Projekte wie das Baden in der Spree.


Wie „Wasser bewegt Berlin“ feststellt, gibt es mit den Ergebnissen des interdisziplinären Forschungsvorhabens „KURAS – Konzepte für urbane Regenwasserbewirtschaftung und Abwassersysteme“ eine breite Palette an technischer, stadtgestalterischer und oft auch sehr attraktiver Möglichkeiten. Dies müsse sich in der Schulbauinitiative spiegeln. Bei der Verzahnung könne die am 4. Mai bei den Berliner Wasserbetrieben gemeinsam mit dem Land Berlin gegründete Berliner Regenwasseragentur eine treibende Rolle spielen.
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Die Initiative „Wasser bewegt Berlin“ wird getragen von:
Berlin21 e.V. | Berliner Wasserbetriebe | Kompetenzzentrum Wasser Berlin | Ökowerk Berlin | Stiftung Zukunft Berlin | ucb – urban design consulting berlin GmbH | Think Berl!n | TU-Berlin | Urbane Zukunft Consulting | wirBERLIN e.V.

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