Der Runde Tisch Berlin-Breslau tagt an der Spree

Deutsch-Polnischer Bürgerdialog am 18. Juni 2018

Ungeachtet politischer Unstimmigkeiten zwischen Polen und Deutschland kommt die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene weiter voran. Nach der von der Stiftung Zukunft Berlin angeregten Gründung eines Rundes Tisches im Oktober vorigen Jahres in Breslau tritt das mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft besetzte Gremium am 18. Juni 2018 erstmals in Berlin zusammen. Ziel der Einrichtung ist es, durch regelmäßige Zusammenkünfte, bei denen es um die Erarbeitung gemeinsamer Projekte geht, die traditionellen Bindungen zwischen den beiden Städten noch enger zu knüpfen.

Auf der Tagesordnung der neuerlichen Zusammenkunft, die am Montag, dem 18. Juni bei der IHK Berlin stattfindet, steht die Beratung von Vorschlägen zur Lösung kommunaler und regionaler Probleme. Sie betreffen die Themen Stadtentwicklung, Bildung, Kultur, Kreativwirtschaft und Sport und nicht zuletzt Europa. Ferner geht es um die Zusammenarbeit von Universitäten und Hochschulen, den Austausch von Lehrkräften und Bildungsfachleuten sowie um einen Erfahrungsaustausch kommunaler Expertinnen und Experten unter dem Stichwort interkultureller Dialog. Nicht zuletzt soll beraten werden, wie europäische Fonds für die Kooperation zwischen Breslau und Berlin genutzt werden können. Auf der Tagesordnung steht auch die Mitwirkung beider Städte bei der Initiative „Städte für Europa“.

Die erarbeiteten Vorschläge sollen den zuständigen Politikerinnen und Politikern in Polen und Deutschland als gemeinsame Handlungsempfehlungen vorgelegt werden. „Diese Initiative der Bürger eröffnet neue Möglichkeiten und Chancen. Sie ist gut für die Zukunft beider Städte“, sagte Reinhard Schweppe, der als früherer deutscher Botschafter in Polen mit der Materie vertraut ist und als Leiter der deutschen Delegation gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Jan Wais, Vizedirektor des Breslauer Büros für Auslandszusammenarbeit, die Sitzung leiten wird.

Teilen