Fontane und Tucholsky in der Jakobskapelle

Die Reihe „Nachbarn bei Nachbarn“ gastiert in in Brandenburg an der Havel

Sonntag, den 15. Mai 2022, 14 – 17 Uhr
in der Jakobskapelle, Wredowplatz 1, 14776 Brandenburg an der Havel


Seit 2013 veranstaltet die Stiftung Zukunft Berlin Lesungen mit Künstlerinnen und Künstlern aus Berlin in jeweils einer der zahlreichen wunderbaren Dorfkirchen Brandenburgs, um die Kenntnis voneinander und die gegenseitige Achtung in Berlin und Brandenburg zu erhöhen. Im Zentrum stehen dabei die zahlreichen Orte Brandenburgs, die nicht zuletzt durch die Initiative ihrer Bewohner zu neuer Ausdrucksstärke gekommen sind. Diesen erweisen Persönlichkeiten des Berliner Kulturlebens die gebührende Ehre.

Die Geschichte der Jakobskapelle in Brandenburg an der Havel führt bis ins 14. Jahrhundert zurück. Auf dem freien Feld, zwischen Hospitalgebäude und dem dazugehörigen Friedhof wurde die Jakobskapelle errichtet. Est etwa 30 Jahre nach der Erbauung der Jakobskapelle wurde ihr Turm angebaut. 1349 wurde die sie erstmals als „Kapelle des heiligen Jakobus außerhalb der Mauern bei den Kranken“ urkundlich erwähnt. Durch die Stadterweiterung im 19. Jahrhundert rückte die Kapelle nach und nach ins Stadtgebiet. Für eine Begradigung der Jakobsstraße, die bislang um die Kapelle herumgeführt hatte, wurde die Kapelle um elf Meter nach Westen verschoben. Im Volksmund trägt die Kapelle daher seit 1892 den Namen „Verrückte Kapelle“. Im Jahr 2000 ging der Sakralbau in das Eigentum der Stiftung Wredowsche Zeichenschule über, die gleich nebenan liegt. Nach der Restaurierung wurde die Jakobskapelle 2004 anlässlich des 200. Geburtstages des Bildhauers August Julius Wredow eingeweiht.

Ablauf:
14 Uhr Treffen an der Jakobskapelle. Führung durch die Kapelle und Umgebung und ihre Geschichte durch Prof. Detlef Karg, Kurator der Wredow Kunstschule und Mitglied der Initiative „Nachbarn bei Nachbarn“ und Tobias Öchsle, Direktor der Wredow Kunstschule.
15 Uhr Begrüßung in der Jakobskapelle mit Klaus Lietze, Geschäftsführer der Stiftung Wredowsche Zeichenschule und einem Vertreter der Stiftung Zukunft Berlin. Einführung in die Lesung durch Prof. Dr. Hubertus Fischer.
Fontane- und Tucholsky-Lesung „Heimat“ mit Corinna und Oliver Breite. Musikalische Begleitung durch den Volkschor Brandenburg und Akkordeonspiel.
16 Uhr Kennenlernen und Austausch bei Kaffee und Kuchen (von der Wredow Kunstschule bereitgestellt, auf Spendenbasis).

Corinna Breite studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin Schauspiel und wirkte in verschiedenen Theater- und Filmproduktionen mit. 2006 spielte sie in Die Fledermaus unter der Regie von Christoph Schroth an der Neuen Bühne Senftenberg. Es folgten Rollen in Der Arzt wider Willen am Theater der Altmark in Stendal und Töchter Magdeburgs – Teil 2 und Jetzt wißt Ihr, warum die Hasenuhr... im Forum Gestaltung in Magdeburg. Am Theater an der Grenze in Helmstedt spielte sie unter Norbert Pohlmann im Stück Schwarzrotgold.
Nach einer Maurerlehre, Tätigkeit als Postbote und dem Leisten des Wehrdiensts absolvierte Oliver Breite seine Schauspielausbildung an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin wirkte er unter anderem in Christoph Schroths Inszenierung von Wilhelm Tell mit. Es folgte Othello am Staatstheater Cottbus. 1997 erhielt Oliver Breite den Max-Grünebaum-Preis. 2001 wechselte er nach Gastauftritten in Bonn und Magdeburg an das Deutsche Theater Berlin. Es folgten das Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Wiesbaden und ab 2012 das Staatstheater Cottbus. Corinna und Oliver Breite sind seit 2006 verheiratet, haben zusammen zwei Söhne und leben im Ortsteil Radewege der Gemeinde Beetzsee.

Alle Informationen und praktischen Hinweise zur Veranstaltung finden Sie in der unten verlinkten Einladung.

Wir bitten um Anmeldung unter Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailluetjens@remove-this.stiftungzukunftberlin.eu und freuen uns auf Ihr Kommen.

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