Vielfalt als Reichtum

Berliner und Brandenburger Bürgermeister*innen gemeinsam für gute Nachbarschaft in der Region

Für das gutnachbarschaftliche Verhältnis zwischen Berlin und Brandenburg gibt es noch viel Luft nach oben. 2020 wird das Land Brandenburg 30 Jahre alt. Und 2020 jährt sich eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte Berlins zum 100. Mal: die Bildung der neuen Stadtgemeinde Berlin zum 1. Oktober 1920.

Aus diesem doppelten Anlass wollen wir mit unseren brandenburgischen Partner*innen, vor allem der Bürgermeisterebene, für die gemeinsame Arbeit in der Region neue Impulse setzen. Zu wenig haben wir genutzt, dass wir uns in unserer Unterschiedlichkeit hervorragend ergänzen und gegenseitig stärken können. Einladende der Gesprächsrunde sind René Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Maximilian Wonke, Bürgermeister der Gemeinde Panketal, sowie die Stiftung Zukunft Berlin. Bisher haben u.a. Bürgermeister Frederik Bewer aus Angermünde, Bürgermeister Friedhelm Boginski aus Eberswalde, Bürgermeister Martin Horst aus Chorin, Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide aus Luckenwalde, Bürgermeisterin Annett Jura  aus Perleberg und Bürgermeister Karsten Knobbe aus Hoppegarten sowie Bezirksbürgermeister Sören Benn aus Pankow, Bezirksbürgermeister Oliver Igel aus Treptow-Köpenick und Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski aus Steglitz-Zehlendorf teilgenommen.
 
1.    Entscheidende Lücken in der Zusammenarbeit von Berlin und Brandenburg
Bereits bestehende Strukturen wie bspw. die Kommunalen Nachbarschaftsforen oder die gemeinsame Landesplanungsabteilung verlangen nach einer verbindlichen Verantwortungsstruktur für die gesamte Region, einem „Regionalrat“, der auf den bereits bestehenden Kooperationen und vor allem auch den Zuständigkeiten der kommunalen Ebene aufbaut.

2.    Die Probleme des Verkehrs in der Region
Besonders augenfällig wird die Notwendigkeit zur intensiveren Kooperation bei der optimierungsbedürftigen Verkehrsinfrastruktur in der Region. Die Harmonisierung der Zuständigkeiten bei den Verkehrsbetrieben, eine gesamtregionale Analyse der Zugpläne, um Lücken im Zugverkehr zu schließen und eine gemeinsame Umlenkung von Gewerbeverkehr weg von der Straße sind überfällig.

3.    Eine Vision und ein neues Bewusstsein für Berlin-Brandenburg
Was häufig als Problem diskutiert wird, ist im Ergebnis die Stärke von Berlin-Brandenburg: die ungewöhnliche Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Region. Das ist der eigentliche Reichtum der Region und verlangt danach, die unterschiedlichen Stärken gemeinsam zu stärken und dann nach außen und innen geschlossen aufzutreten.

Diese Arbeitsergebnisse werden wir am Freitag, 27. September 2019 in der St.-Marien-Kirche in Frankfurt (Oder) um 16 Uhr intern und um 18 Uhr öffentlich diskutieren.

Teilen