Über den Preis

Der BERLIN BRANDENBURG PREIS ist eine eigenverantwortliche gesellschaftliche Initiative aus Berlin und Brandenburg. Er wird von der Stiftung Zukunft Berlin und der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte ausgelobt.

Der Preis zeichnet herausragende Leistungen für die aktuelle Entwicklung unserer gemeinsamen Region aus. Leistungen, die einen wirkungsvollen Impuls für die soziale und gesellschaftliche Situation eines Ortes oder der gesamten Region setzen. Leistungen, die ihrer Wirkung nachhaltig und keine Eintagsfliege sind.

Der Preis setzt auf die Zusammengehörigkeit in die Regionen und will sie fördern.

 

Die Jury

Der BERLIN BRANDENBURG PREIS bekommt sein Gewicht durch die Entscheidungen einer hochkarätigen Jury.

 

Mitglieder der Jury:

Stephan Abarbanell Programmbereichsleiter Kultur rbb

Kenneth Anders Programmleiter Oderbruch Museum

Harald Asel Redakteur Inforadio - Redaktion Forum/Geschichte/Kultur (rbb)

Cornelia Behm ehem. Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/DIE GRÜNEN  

Gabriela Christman Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e.V.  

Thomas Drachenberg Landeskonservator Brandenburg

Jan Drews Leiter der gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg  

Andreas von Hardenberg Mitglied der Initiative Nachbarn bei Nachbarn

Jörg Haspel ehem. Landeskonservator Berlin

Volker Hassemer Vorstandsvorsitzender Stiftung Zukunft Berlin

Elisabeth Herzog-von der Heide Bürgermeisterin Luckenwalde

Bernd Janowski Mitglied der Initiative Nachbarn bei Nachbarn – Lesungen in Brandenburgs Dorfkirchen, Geschäftsführer Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.

Anett Jura Bürgermeisterin Perleberg

Detlef Karg Mitglied der Initiative Nachbarn bei Nachbarn, ehem. Landeskonservator Brandenburg

Christoph Rauhut Landeskonservator Berlin

Cerstin Richter-Kotowski Bürgermeisterin Steglitz-Zehlendorf

Patricia Schlesinger Intendantin Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Franz Schopper Landesarchäologe Brandenburg

Bernhard Schuster ehem. Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer

Sabine Töpfer-Kataw Staatssekretärin a.D. 

Matthias Wemhoff Landesarchäologe Berlin

Kurt Winkler Direktor Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und Geschäftsführer Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gemeinnützige GmbH

Die Preisträgerinnen und Preisträger

In einer Feierstunde in der Nikolaikirche in Berlin überreichten der Chef der Senatskanzlei Berlin, Christian Gaebler und Kathrin Schneider, Ministerin und Chefin der Staatskanzlei Brandenburg den undotierten Preis.

 

Der Preis ging 2020 zu gleichen Teilen an

den Verein ENDMORÄNE – Künstlerinnen aus Brandenburg und Berlin e.V. und

den Hof Basta - Solidarische Landwirtschaft.

 

Verein ENDMORÄNE – Künstlerinnen aus Brandenburg und Berlin e.V. ENDMORÄNE ist ein Verein für die künstlerische Zusammenarbeit professioneller Künstlerinnen aus Brandenburg und Berlin mit überregionaler Ausstrahlung. Die Künstlerinnen verstehen ihre Arbeit als Mittel der gesellschaftlichen Partizipation und Einflussnahme und das Wirken des Vereins als gemeinschaftlichen Beitrag zur Entwicklung ihres Aktionsraumes – dem Land Brandenburg/Berlin.

Seit 1991 bespielen die Künstlerinnen verlassene Orte mit raum- und themenbezogenen Arbeiten und laden dazu jährlich in- und ausländische Künstlerinnen zur gemeinsamen Sommerwerkstatt ein. Dieser konzeptionellen Idee verdankt ENDMORÄNE inhaltliche und künstlerische Impulse und nicht zuletzt Ausstellungen, die mittlerweile fester Bestandteil der Brandenburger Kulturlandschaft sind.

Das große ortsbezogene Kunstprojekt, das jedes Jahr im Sommer einem Publikum an wechselnden Orten geboten wird, wird von den beteiligten Künstlerinnen des Vereins selbst organisiert und ist in vieler Hinsicht ein Unikat. „Endmoräne“ erschließt immer einen anderen Ort in Brandenburg und macht leer stehende „Un-Orte“ zu Horten der Kunst: Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Die künstlerischen Arbeiten werden für den jeweiligen Kontext entwickelt. Sie sind deshalb meist nur an diesem Ort und für kurze Zeit zu erleben. Die individuellen Arbeitsweisen sind vielgestaltig, erfordern aber in jedem Fall ein hohes Maß an konzeptioneller Planung, flexibler Reaktionsfähigkeit und solidarischer Zusammenarbeit. Dies stellt immer aufs Neue eine enorme Herausforderung dar. Jedoch entstehen auf diese Weise Kunstwerke von unverwechselbarer Qualität und – nicht zuletzt – ein künstlerisches Kollektiv, in dem jede auf die gebündelten professionellen Erfahrungen und Stärken der anderen vertrauen kann.

Aus der Begründung der Jury: (Endmoräne e.V haben) das kulturhistorische Erbe Brandenburgs in besonderer Weise erhalten, haben mit ihrem Einsatz für die Werke der Bau- und auch Gartenkunst erkennbar und nachhaltig Impulse für die gesellschaftliche und soziale Entwicklung gesetzt. Sie sind zu einem Vorbild dafür geworden sind, wie konkrete Initiativen für bauliche und städtebauliche Schätze die Qualität und die Zusammengehörigkeit in der Region fördern können und zeichnen sich durch innovative Ansätze zur Erhaltung und öffentlichen Vermittlung des materiellen Kulturerbes aus.

Hof Basta - Solidarische Landwirtschaft.

Der Biohof Basta im Oderbruch ist eine basisdemokratisch organisierte Versorgungsgemeinschaft nach dem Modell der solidarischen Landwirtschaft (kurz CSA, von Community Supported Agriculture). Die Gemeinschaft besteht aus der Hofgruppe, die seit Anfang 2013 9 Hektar Land nach ökologischen Grundsätzen bewirtschaftet und der Stadtgruppe von ca. 400 Berliner*innen, die von den Erzeugnissen des Hofes profitiert. Ein solidarisches Finanzierungsmodell ermöglicht eine einkommensunabhängige Teilhabe.

Basta versteht sich als Gegenentwurf zur industriellen und marktwirtschaftlichen Landwirtschaft und engagiert sich für Ernährungssouveränität, Stadt-Land-Vernetzung und einen nachhaltigen bäuerlichen Lebensstil. Schwerpunkt der CSAs ist der Gemüseanbau auf 1,8 ha und 0,6 ha Kartoffel. Auf der restliche Fläche finden ein Gewürz- und Heilkräutergarten und mehr oder weniger jedes Gemüse, das in unseren Breitengraden gedeihen kann, ihrem Platz.

Aus der Begründung der Jury: „Der Weg, für den der CSA – Hof Basta steht, reicht in die Geschichte zurück und er ist auch noch nicht zu Ende. Die Regeln, die sich die Akteure geben, sollen sich entwickeln können, es geht ihnen um einen Lernprozess und nicht um die Verwirklichung ideologischer Prinzipien. Diese Entwicklungsoffenheit macht Basta zu einer Lernmenge für die Berlin-Brandenburgische Bürgerschaft.“

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019

Förderverein Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.

Checkpoint Bravo e.V.

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2018

Choriner Musiksommer e.V.

Oderbruch Museum Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur

 

Der Berlin Brandenburg Preis wird gefördert vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg

Projektpartner

Medienpartner

Verantwortlich für die Initiative

  • Volker Hassemer
  • Kurt Winkler

Koordination

Mitwirkende

  • Harald Asel
  • Cornelia Behm
  • Jan Drews
  • Andreas Graf von Hardenberg
  • Jörg Haspel
  • Bernd Janowski
  • Detlef Karg
  • Heiderose Kilper
  • Christoph Rauhut
  • Patricia Schlesinger
  • Franz Schopper
  • Bernhard Schuster
  • Matthias Wemhoff

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