Symbolbild: Silouette von Berlin

 

 

Was kann aus dem Berlin-Forum herauskommen? Was können die Früchte des Berlin-Forums sein?

V. Hassemer, 1.12.2016, Ergänzung U. Kohlbrenner, 2.12.2016

Die rund 60 Teilnehmer haben sich (begleitet über das Internet durch viele andere in der Bevölkerung) zusammengesetzt, um sich über Fragen der Zukunft Berlins auszutauschen. Sie haben gemeinsam Ideen, Argumente und Gegenargumente gehört. Sie haben gemeinsam gerungen um das, was wichtig ist für die Zukunft der Stadt. Sie wissen nun von den Einschätzungen der anderen, konnten die eigenen vortragen. Ein Kontakt, eine gegenseitige Wahrnehmung ohne Umwege aus Anlass eines gemeinsamen Themas: Berlin.

Sie haben ein gemeinsames Verständnis entwickelt (Bestätigungen und Relativierungen gehört) zu den wichtigsten Zielen der Stadt. Sie haben sich zusammen um Prioritätensetzungen bemüht und dabei Für und Wider gemeinsam zur Kenntnis genommen. Sie haben um Konkretisierungen der Ziele mit konkreten Maßnahmen gerungen, haben dies aus guten Gründen erreicht oder auch aus guten Gründen verworfen. Sie haben die Gründe für das eine wie für das andere miterlebt.

All das ist erreicht worden, ohne dass es dabei schon auf (die erwünschten) Ergebnisse ankäme.

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Alle Beteiligten (aus allen politischen Richtungen und aus einem gezielt vielschichtigen Kreis der Berliner Gesellschaft) haben sich auf eine gemeinsame Arbeit eingelassen. Wissend und wollend, dass es für alle nur um das Ziel ging, sich über die Zukunft Berlins klarer zu werden.

Sie mussten dabei über viele Schatten springen. Dass sie dies getan haben, war für jeden einzelnen von ihnen eine Solidaritätserklärung gegenüber Berlin.

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Es war auch ein (wie auch immer subjektiv entschiedenes) Bekenntnis zum Wert von gemeinsamer Arbeit an einem großen Ziel – unbeschadet unterschiedlicher und auch gegensätzlicher Grundpositionen, Erfahrungen und Zukunftsvorstellungen. Es war ein Beitrag zum Miteinander in der Stadt, ohne dass damit die Bedeutung von Auseinandersetzung und Streit um die beste Lösung im Alltag von Politik und Gesellschaft infrage gestellt worden wäre. Im Forum wurden Grundlagen / Argumente / Ideen für die Entscheider erarbeitet. Dies haben aufgrund des Prozesses im Forum ein besonderes Gewicht und spiegeln das Engagement und die Kompetenz der im Dialog zwischen Zivilgesellschaft und Politik entstandenen Ergebnisse wider.

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Dass das Berlin-Forum stattgefunden hat, dass sich die Beteiligten auf das Berlin-Forum eingelassen haben, dass sie es dann (durchaus mit allen Schwächen und Stärken) erlebt haben, ist eine neue Art gemeinsamer Verantwortung in Berlin. Dies muss nicht zukünftig zu Arbeitsstrukturen führen, die diesen Geist ebenfalls für sich in Anspruch nehmen können.

Schön wäre dies allerdings, und die Chancen dafür sind zweifellos besser als zuvor. Erreicht ist jedenfalls, dass derartige gemeinsame Anstrengungen nicht mehr "ein Ding der Unmöglichkeit" sind. Gutwillige können sich darauf berufen, Böswillige haben es schwerer.

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Das Berlin-Forum wird zu einem Steinbruch guter und schlechter Erfahrungen, grundsätzlicher und konkreter Ergebnisse, größerer und kleinerer Einvernehmen, größerer und kleinerer Dissense führen.

Das Berlin-Forum selbst ist nach seiner Idee eine zeitlich begrenzte Anstrengung.

Es zielt aber darauf, dass seine (wie auch immer gearteten) Früchte in den Strukturen der politischen Arbeit, aber auch durch die gesellschaftlichen Organisationen der Stadt (durch eigene Aktivitäten oder auch kontrollierend) genutzt werden. Inhalt und Form der Arbeit für Berlin sollten von dem Projekt in die Zukunft hinein profitieren.

Verantwortlich für die Initiative

  • Volker Hassemer
  • Prof. Urs Kohlbrenner

Koordination

Mitwirkende

  • Hartmut Bäumer
  • Christine Bergmann
  • Hermann Borghorst
  • Philipp Bouteiller
  • Klaus Brake
  • Wolfgang Branoner
  • Ulrich Deppendorf
  • Ton Doesburg
  • Manfred Gentz
  • Birgit Grundmann
  • Marion Haß
  • Roland Hetzer
  • Richard Hilmer
  • Barbara John
  • Wolfgang Kaschuba
  • Alexander Kiock
  • Urs Kohlbrenner
  • Christine Kolmar
  • Rolf Kreibich
  • Erik Lindner
  • Cornelia Poczka
  • Stefan Richter
  • Thomas Schindler
  • Peter Schiwy
  • Günter Stock
  • Matthias Weidlich
  • Jürgen Zöllner
  • Michael Zürn

Dokumente

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