Zukunftsforum Berlin-Brandenburg

Themengespräch "Innovations- & Nachhaltigkeitsachse Berlin-Lausitz"

Im vergangenen Jahr haben wir die beiden Jubiläen „100 Jahre Groß-Berlin“ und „30 Jahre Land Brandenburg“ gefeiert. Diese nahmen wir zum Anlass, stärker die Frage in den Mittelpunkt zu rücken, wie die Metropolregion Berlin-Brandenburg als Ganzes ihre Potentiale besser nutzen und wie eine Zukunftsvision für die engere Kooperation der beiden Länder aussehen kann. 

Nach den bereits stattgefundenen themenorientierten Gesprächen zu den Schwerpunkten „Wissenschaft und Wirtschaft“ und Öffnet externen Link in neuem FensterSiedlungsentwicklung, Mobilität, Wohnen und Arbeiten in der deutschen Hauptstadtregion hat das Zukunftsforum Berlin-Brandenburg zum 04. Juni in die TH Wildau zu einer teilhybriden Veranstaltung eingeladen. Zu dem Schwerpunkt „Strategie für eine Innovationsachse Berlin - Lausitz“ wurde über Möglichkeiten einer engen fruchtbaren Zusammenarbeit von Akteur:innen aus der Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung in der Metropolregion Berlin-Brandenburg diskutiert, um die Herausforderungen in Bereichen wie Digitalisierung, Energiewende, Klimawandel und demografischer Wandel durch die Konstituierung/Schärfung eines gemeinsamen inhaltlichen Profils zum Nutzen der gesamten Region zu bewältigen.

Insbesondere die Lausitz-Region ist von einem Strukturwandel betroffen (Kohleausstiegsgesetz und Strukturstärkungsgesetz). Die damit in Verbindung stehenden Aufgaben sollten gemeinsam angegangen werden. So ist die Metropolregion eine Wachstumsregion; die exzellent aufgestellte Wissenschaftslandschaft, die differenziert entwickelte und transformationserprobte Industrielandschaft sowie die einzigartige Kombination von Stadt und Land bergen große Potenziale für eine innovative und nachhaltige Entwicklung. Zudem ermöglicht die voranschreitende Digitalisierung eine Überwindung von Distanzen und ein dezentralisiertes Arbeiten z.B. durch die Konstituierung von Coworking Spaces an Kristallisationspunkten entlang der Achse, was dezidierte Entwicklungsmöglichkeiten der gesamten Region eröffnet und einem Wertewandel hin zu mehr Lebensqualität entspricht.

Mit der Entwicklung eines Innovations- und Nachhaltigkeitskorridors Berlin - Lausitz kann ein beispielhaftes Pilotprojekt für die in einem europäischen Kontext eingebettete gesamte Metropolregion zur Frage entstehen, wie die Zusammenarbeit der verschiedensten betroffenen und beteiligten Akteur:innen und die Konstituierung von Synergieeffekten gelingen kann.

Bezüglich des Gelingens eines Innovations- und Nachhaltigkeitskorridors wurden während des Themengesprächs u. a. folgende Vorhaben/Ergebnisse festgehalten:

  • Um die vorhandenen Potenziale ausschöpfen zu können, bedarf es einer notwendigen Projektorganisation (vorgeschlagen wird die Abwicklung eines Modells der Public-private-Partnerschaft unter Beteiligung der beiden Länder Berlin und Brandenburg, der beiden Wirtschaftsfördergesellschaften, sowie ggf. der beiden Kammern und Verbänden und privaten Unternehmen); die Städte Luckau, Lübben, Lübbenau, Cottbus sowie der Landkreis Dahme-Spreewald haben ihre Mitwirkung zugesichert.
  • Um Wachstumspotenziale nicht zu begrenzen, sollten gemeinsame Flächenpotenziale genutzt und in die Infrastruktur investiert werden.
  • Es bedarf der Mentalitätsarbeit (Mitnahme und Akzeptanz betroffener Menschen).
  • Es sollte sich auf die Generierung einer umfänglichen, regionalen Wertschöpfungskette konzentriert werden.