„Wem gehört die Stadt? Wem gehört die Erinnerung?“ – Cocktailgespräche im Hotel LUNIK
Am 13. September 2025, dem Vorabend des Tags des offenen Denkmals, fand auf der Dachterrasse des Hotels LUNIK in Eisenhüttenstadt eine besondere Veranstaltung der Reihe „Shared or Divided“ statt. Rund um die Fragen „Wem gehört die Stadt? Wem gehört die Erinnerung?“ kamen Bürger*innen, Zeitzeug*innen, Denkmalinteressierte und Gäste aus Kultur und Zivilgesellschaft zusammen, um sich über Vergangenheit und Zukunft der Stadt auszutauschen. Ein besonderer Gast war der gebürtige Eisenhüttenstädter und Musiker, Schauspieler und Unterhaltungskünstler Friedrich Liechtenstein.


Den Auftakt bildete eine Führung durch das 1963 fertiggestellte, seit 2000 leerstehende und denkmalgeschützte Gebäude. Reinder Wijnveld und Vertreter*innen der Gebäudewirtschaft Eisenhüttenstadt gaben Einblicke in die Geschichte und die architektonische Bedeutung des Hauses. Das anschließende Gespräch mit dem früheren Hoteldirektor Dieter Rufenach und Marion Heimann, damals häufiger Gast des Hotel LUNIK, war ein weiterer Höhepunkt und gespickt mit persönlichen Erinnerungen aus der DDR-Zeit und den Umbruchzeiten der frühen 90er Jahre.



Im Gesprächspodium diskutierten Friedrich Liechtenstein, Enrico Hartrampf, Dina Boswank und weitere Gäste über den Umgang mit Erinnerungskultur, die Wahrnehmung der Stadtarchitektur und die Perspektiven einer sozial orientierten Stadtentwicklung. Auf der Dachterrasse wurden die Besucher*innen zu einer partizipativen Aktion eingeladen, bei der sie ihre Sicht auf die Stadt symbolisch über Vergangenes und Zukünftiges „einrahmen“ konnten.



Bei einem Sundowner mit Reggae- und Soulmusik von DJ Lockenkopf, Betreiber des Vereins für subkulturelle und künstlerische Begegnung Steelbruch-20°, klang der Nachmittag in entspannter Atmosphäre aus und man kam über die neu gewonnenen Eindrücke ins Gespräch.

Getragen wird das Projekt „Shared or Divided – geteilter Raum Berlin-Brandenburg“ vom Zukunftsforum Berlin-Brandenburg innerhalb der Stiftung Zukunft Berlin. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Museum Utopie und Alltag / Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, der GeWi – Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft GmbH sowie dem Club Steelbruch realisiert und von Kulturland Brandenburg gefördert.
Ein Projekt der Stiftung Zukunft Berlin im Rahmen von »Welten verbinden – Kulturland Brandenburg 2024/2025«. Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

