Nachbarn bei Nachbarn - Fontane-Lesung bei der Dorfkirche Trebnitz

Willkommen im sechsten Jahr der Dorfkirchen-Besuche! Die Stiftung Zukunft Berlin veranstaltet seit Oktober 2013 Lesungen mit Künstlern aus Berlin in jeweils einer der zahlreichen wunderbaren Dorfkirchen Brandenburgs. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, die Kenntnis voneinander und die gegenseitige Achtung in Berlin und bei unseren Nachbarn in Brandenburg zu erhöhen – und gemeinsam mit guten Leuten einen wunderbaren Sonntagnachmittag in Brandenburg zu verbringen.

 

 

Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Auftaktveranstaltung 2018 in der Reihe „Nachbarn bei Nachbarn – Berliner Künstler lesen in Brandenburgs Dorfkirchen“ mit Franziska Krol am 18. März in Trebnitz bei Müncheberg.
 
Trebnitz, ca. 60 km von Berlin entfernt im Landkreis Märkisch-Oderland zwischen der Märkischen Schweiz und dem Oderbruch direkt an der traditionsreichen Ostbahn Brandenburgs gelegen, blickt auf eine über 780-jährige Geschichte zurück und ist seit dem 13. Februar 2002 ein Ortsteil der Stadt Müncheberg. Die erste urkundliche Erwähnung von Trebnitz geht auf das Jahr 1244 zurück. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr Trebnitz eine wechselvolle Geschichte. Plünderungen durch die Hussiten 1432 oder durch kaiserliche Truppen im 30-jährigen Krieg zerstörten den Ort mehrfach. Mit dem Bau der Königlich-Preußischen Ostbahn im Jahre 1867 und dem etwa gleichzeitig beginnenden Kohleabbau in der Umgebung erlebte das Dorf einen wirtschaftlichen Aufschwung. Trebnitz wurde in dieser Zeit zum Mittelpunkt des Fracht- und Personenverkehrs der Region ausgebaut. Im 2. Weltkrieg wurden große Teile der Ortschaft zerstört. Trotzdem fanden nach Kriegsende im Dorf mehr als 550 Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Gebieten östlich von Oder und Neiße Zuflucht.

Das Bildungs- und Begegnungszentrum Schloß Trebnitz e. V. ist eine Bildungsstätte mit politisch-kulturellem Profil und dem Schwerpunkt auf internationalen Austauschprojekten in der deutsch-polnischen Grenzregion. Ort und Schlossanlage laden mit ihrer reizvollen Lage in ländlicher Abgeschiedenheit dazu ein, dem Alltagsstress zu entfliehen. Seit seiner Gründung am 20. März 1992 fördert der Verein die emanzipatorische Erziehung durch Bildungsangebote und die Durchführung mehrnationaler Begegnungsmaßnahmen. Übergeordnetes Ziel ist die Förderung der Selbstbestimmung und Kritikfähigkeit junger Menschen. Als Partnerschaftsbeauftragter des Landes Brandenburg für die Region Wielkopolskie/Großpolen ist Schloß Trebnitz e.V. verantwortlich für den Aufbau sowie die Pflege von Kontakten zwischen beiden Ländern in den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur und Verwaltung.
Mehr Infos: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.schloss-trebnitz.de/profil und Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.schloss-trebnitz.de/psb-grosspolen/
 
12.30 Uhr Treffpunkt vor der Trebnitzer Dorfkirche mit Pfarrerin Karin Bertheau, Darius Müller, Leiter des Bildungs- und Begegnungszentrums Schloß Trebnitz und Detlef Karg, dem ehemaligen Landeskonservator von Brandenburg. Sie führen uns über das Schlossgelände, auf dem sich auch die Dorfkirche Trebnitz befindet.
 
Um 14 Uhr beginnt die Lesung in der Schmiede des Schlosses (beheizt!). Nach der Begrüßung und den einführenden Worten durch Dr. Volker Hassemer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zukunft Berlin, Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin und Europabeauftrage des Landes Berlin a.D., Darius Müller sowie Prof. Hubertus Fischer von der Stiftung Zukunft Berlin folgt die Fontane-Lesung mit Franziska Krol vom Theater an der Parkaue. Die Lesung wird musikalisch umrahmt.
 
Gegen 15 Uhr: Austausch und Kennenlernen im Schüler-Café „Zum Glück“ auf dem Campus des Schlosses.
 
ca. 17 Uhr: Ende der Veranstaltung

Franziska Krol, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Schauspiel an der Theaterakademie Vorpommern. Während dieser Zeit spielte sie am Maxim Gorki Theater, dem Theater Anklam sowie am Anhaltischen Theater Dessau, wo sie anschließend ab 2007 für zwei Jahre engagiert war und als Effi Briest, Fausts Margarete, Schillers Luise und Anne Frank zu sehen war. Seit der Spielzeit 2009/10 ist sie festes Ensemblemitglied am Theater an der Parkaue.
Sie arbeitete u.a mit den Regisseuren Herbert Olschok, Carl-Hermann Risse, Joachim Meyerhoff, Tatjana Rese, Milan Peschel, Carlos Manuel, Sascha Bunge, Kay Wuschek und Franziska Ritter zusammen.
Außerdem ist Sängerin und Tänzerin der Balkan Kabarett Band 'Mc Natasha & Friends' und studiert die russische Sprache.
 
Detaillierte Informationen einschließlich der Anfahrtsbeschreibung finden Sie in der unten verlinkten Einladung.
 
Wir bitten um ANMELDUNG per Email unter luetjens@remove-this.stiftungzukunftberlin.eu idealerweise bis zum 13. März.
 
Wir und die Dorf- und Schlossgemeinde von Trebnitz freuen uns sehr, wenn Sie zahlreich zu dieser schönen Veranstaltung und zum Gedankenaustausch mit unseren Nachbarn kommen.

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