Die Aufklärung im Herzen Berlins

Wie kann Erinnerung aussehen? Und an wen wollen wir uns in Zukunft erinnern?

Dienstag, den 8. Februar 2022

18.00 - 20.30 Uhr Jüdisches Gemeindehaus; Fasanenstraße 79-80 oder Online via Zoom

 

Wir laden Sie herzlich ein zum Kolloquium über die historischen Hintergründe der Berliner Aufklärung und über künstlerische Möglichkeiten Erinnerungskultur darzustellen.

 

In der Mitte Berlins, dort wo seit 1973 das ‚Marx-Engels-Forum‘ angelegt worden ist, nicht weit von dem Ort, an dem seit 1871 das ‚Rote Rathaus‘ steht, lebten im 18. und frühen 19. Jahrhundert diejenigen, denen wir die ‚Berliner Aufklärung‘ verdanken. Wissenschaftler:innen, Philosoph:innen, Künstler:innen, Literat:innen, Lehrer:innen und Verlege:innenr trafen sich, um das geistige und gesellschaftliche Leben neu zu gestalten. Bekannte Namen sind G. E. Lessing, M. Mendelssohn, F. Nicolai, M. und H. Herz, S. Maimon, K. Ph. Moritz, W. v. Humboldt, R. Varnhagen. Die französische Schriftstellerin Germaine de Staêl bezeichnete Berlin 1804 als einen Brennpunkt der Aufklärung. Das bezog sie auf die Wissenschaften und die Künste, aber auch die ersten und wichtigsten Stationen der jüdischen Aufklärung, der sog. Haskala, ereigneten sich in der Spandauer Straße.

 

Um diese historischen Ereignisse hervorzuheben, muss in der Berliner Mitte ein Weg gefunden werden, die Erinnerung daran deutlicher als bisher darzustellen. Darum laden wir ein zur gemeinsamen Diskussion mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen, wie Geschichte, Bildende Kunst und Stadtplanung.

 

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

 

Aufgrund der aktuellen Infektionslage wird die Entscheidung über die Ausrichtung der Veranstaltungsart (Präsenz oder Online) erst kurzfristig gefällt. Bitte beachten Sie, dass für Präsenzveranstaltung die 2-G-Regelung gilt. Dies bedeutet, dass nur geimpfte oder genesene Personen Zutritt zur Veranstaltung haben.

 

Ablauf:

17:30 – 18:00 Uhr

Einlass 

 

18:00 – 18:45 Uhr 

1. Eröffnung

Begrüßung – (Stefan Richter, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Zukunft Berlin)

Moderation (Lea Rosh, AG Berliner Mitte der Stiftung Zukunft Berlin)

 

2. Inhaltliche Schwerpunkte und offene Fragen

 

Stichworte zum Ort Berliner Mitte 

(Urs Kohlbrenner, AG Berliner Mitte der Stiftung Zukunft Berlin)

 

Anmerkungen zur Dialog-Werkstatt des Aufklärers Moses Mendelssohn 

(Thomas Lackmann, Mendelssohn Gesellschaft)

 

Das authentische Bürgerhaus? Museum Knoblauchhaus und die Berliner Aufklärung 

(Dr. Jan Mende, Stadtmuseum)

 

Ein offener Kunstwettbewerb für die Berliner Aufklärung? Darstellung des Verfahrens und Vorstellung von drei Berliner Kunstwettbewerben 

(Dr. Elfriede Müller, Büro für Kunst im öffentlichen Raum der Kulturwerk GmbH des bbk berlin e. V.)

 

18:45 – 19:45 Uhr

3. Podiumsdiskussion: 

 

Welche Schwerpunkte müssen einer Ausschreibung für einen künstlerischen Wettbewerb zur Darstellung der Aufklärung in der Mitte Berlins zugrunde liegen? 

 

Expert:innen auf dem Podium: 

  • Prof. Dr. Conrad Wiedemann, Literaturhistoriker
  • Prof. Dr. Christoph Markschies, Präsident der Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  • Dr. Jan Mende, Kurator im Stadtmuseum Berlin
  • Dr. Elfriede Müller, Beauftragte für Kunst im öffentlichen Raum der Kulturwerk GmbH des bbk berlin e.V.

 

19:45 – 20:00 Uhr Ausblick & Zusammenfassung 

Christophe Knoch (Vorstandsmitglied der Stiftung Zukunft Berlin)

 

19:40 – 20:00 Uhr 

Get Together 

 

Veranstalter: Büro für Kunst im öffentlichen Raum der Kulturwerk GmbH im bbk Berlin e. V.; Mendelssohn Gesellschaft; Stiftung Zukunft Berlin

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