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20 Jahre Stiftung Zukunft Berlin

2002 hörte ich, dass Dieter Rosenkranz nach langer Zeit in seine Heimatstadt Berlin (sein Geburtsort) zurückkehren werde. Er war mir bekannt als einer der wichtigen deutschen Sammler Bildender Kunst.
Also rief ich ihn einfach an, um ihn kennenzulernen, und wir trafen uns. Sofort ging es nicht nur um die Bilder und seine Sammlung. Dieter schilderte mir seine Begeisterung, mit seiner Frau Si den letzten Abschnitt ihres Lebens in Berlin verbringen und hier wirken zu können. Ich sprach von meiner Überzeugung nach langer Arbeit in der Politik, dass für eine Stadt wie Berlin die stärkere Mitwirkung der Gesellschaft, der Bürger:innen, unerlässlich ist, wenn sie für ihre Zukunft gerüstet sein will.

Wir wurden schnell „handelseinig“ und gründeten einen Verein, der sich zunächst vor allem für die Kultur in Berlin und von Berlin aus engagierte. Wir versammelten Interessierte und Kenntnisreiche
(nicht nur „aus der Kultur“), arbeiteten gemeinsam an aktuellen, an brisanten kulturellen Themen und nahmen dann Einfluss auf den Lauf der Dinge – anregend und fordernd, aber auch mit Initiativen, die wir selbst verantworteten.

Die wichtigste dieser Initiativen war gleich am Anfang die Gründung von „A Soul for Europe“ als typisch Berliner (weil kultureller) Beitrag zur Entwicklung Europas – mit Partner:innen in Brüssel und Amsterdam und jungen Kulturleuten vor allem aus dem südöstlichen Europa. Später veranstalteten wir die “Temporäre Kunsthalle“. Mit ihr eroberten wir uns kurzentschlossen (dafür war Dieter gut!) die Chance, auf der späteren Baustelle des Humboldt Forums, also in der absoluten Mitte Berlins, zwei Jahre lang Bildende Kunst zu präsentieren, um in aller Öffentlichkeit zu dokumentieren, dass Kunst mitten in dieser Stadt steht.

Dazu war allerdings bereits unser nächster Schritt, die Gründung der “Stiftung Zukunft Berlin“ erforderlich. Die Erfolge des vorausgegangenen Vereins hatten Dieter Rosenkranz und mich ermutigt, dem gesellschaftlichen Engagement für die Entwicklung Berlins ein festeres Fundament zu geben. Das hält nun schon 20 Jahre und hatte in Dieter Rosenkranz über all die Jahre bis an sein Lebensende auch die wichtigste finanzielle Stütze.