• Zivilgesellschaftlicher Dialogprozess zur Reform der Eingliederungshilfe in Berlin

  • Gemeinsam diskutieren und entwickeln wir ein Zukunftsmodell für die Eingliederungshilfe in Berlin.

Zivilgesellschaftlicher Dialogprozess zur Reform der Eingliederungshilfe in Berlin

Gemeinsam diskutieren und entwickeln wir ein Zukunftsmodell für die Eingliederungshilfe in Berlin.

Im Rahmen eines partizipativen, zivilgesellschaftlichen Dialogprozess werden von Juli bis Dezember 2026 zentrale Reformansätze zur Entwicklung eines Zukunftsmodells für den Träger der Eingliederungshilfe in Berlin diskutiert. Der Dialogprozess wird in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA) organisiert. Weitere Informationen zu den Hintergründen, Positionen und Vorhaben der Senatsverwaltung sind hier zu finden.

Was ist die Eingliederungshilfe?

Die Eingliederungshilfe (EGH) ist eine der wichtigsten staatlichen Leistungen für Menschen mit Behinderungen. Ziel von Leistungen in diesem Bereich ist, die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Diese Teilhabe ist ein zentrales Menschenrecht. Die Leistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe sind vielfätig und umfassen das soziale Leben, das Arbeitsleben oder die Bereiche Bildung und Gesundheit.

Warum braucht es eine Reform und einen Dialogprozess?

Das System der Eingliederungshilfe in Berlin wird häufig als ‚überlastet‘ beschrieben. Auf Seite der leistungsempfangenden Personen werden Herausforderungen wie lange Wartezeiten, unklare Zuständigkeiten oder uneinheitliche Verfahren genannt. Auf Verwaltungsseite bestehen strukturelle Herausforderungen wie ein sich verstärkender Fachkräftemangel, eine hohe Belastung der Mitarbeitenden oder ein Bedarf an digitaleren Methoden. Dazu kommen steigende Fallzahlen und Ausgaben. In Kombination mit Diskussionen zur Finanzierung und Organisation des Systems ergibt sich in der Summe ein großer Bedarf für einen strukturierten Dialog zu möglichen Zukunftsmodellen.

Was ist das Ziel des Dialogprozesses?

Ziel ist es, zentrale Reformansätze in einem moderierten Prozess gemeinsam mit leistungsempfangenden Personen, Selbstvertretungsorganisationen, Leistungserbringung, Verwaltung, Politik, Verbänden, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Initiativen zu diskutieren. Der Prozess ist ergebnisoffen und soll in der Entwicklung eines gemeinsamen Berichts mit Handlungsempfehlungen münden, der als Grundlage für weitere (politische) Schritte dient.

Wie ist der Dialogprozess strukturiert?

Kern des Dialogprozesses sind mehrere Beteiligungsforen zu spezifischen Teilaspekten der Reform bis Ende 2026. Die Themensetzung und Ausgestaltung der Beteiligungsforen wird durch eine Steuerungsgruppe festgelegt. Die Ergebnisse der Foren werden in Zwischenberichten zusammengefasst, die wiederum in den Ergebnisbericht einfließen.

Kann ich meine Erfahrung, Expertise oder Perspektive mit einbringen?

Ja! Der Dialogprozess ist offen für alle Menschen und Akteur:innen mit relevanten Erfahrungen, Expertisen oder Perspektiven. Bei Interesse an der Mitwirkung im Rahmen des Prozesses können Sie sich gerne bei uns melden.

Projektmanagement: Frithjof Paulsen | paulsen@stiftungzukunftberlin.eu

Verantwortlich Beate Stoffers

Koordination Frithjof Paulsen

Arbeitsschwerpunkte

Berlin
Demokratie und Beteiligung

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