PRESSEMITTEILUNG: Der BERLIN BRANDENBURG PREIS 2026 – Verantwortung für die Geschichte und Zukunft unserer Region
Unsere Region aktiv gestalten und Engagement sichtbar machen
Am 4. November wurde der BERLIN BRANDENBURG PREIS 2026 im Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte in Potsdam verliehen.
Der diesjährige Preisabend des BERLIN BRANDENBURG PREIS hat einmal mehr gezeigt, welches Fundament Ehrenamt und Kultur für die gemeinsame Zukunft von Berlin und Brandenburg bilden. Im Mittelpunkt standen – wie immer – die Menschen und Strukturen, die das gemeinsame kulturelle und historische Erbe der Region bewahren und in die Zukunft führen.
Wir gratulieren den beiden Preisträgern von Herzen:

Die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V. verbindet seit Jahrzehnten ehrenamtliches Engagement, lokale Geschichtsinitiativen und wissenschaftliche Forschung. Sie macht Landesgeschichte erforschbar, vermittelbar und lebendig, von der Landeshauptstadt bis in die kleinsten Gemeinden.
Die Gemeinde Wandlitz demonstriert, wie kommunale Verantwortung für ein schwieriges Erbe aussehen kann: Mit der Bewahrung und Erschließung des Denkmalensembles Bogensee/FDJ-Hochschule macht sie einen zentralen Ort der doppelten Diktaturgeschichte der Öffentlichkeit zugänglich und diskutierbar.
Beide Preisträger zeigen auf unterschiedliche Weise, wie aus dem Blick in die Geschichte Verantwortung für die Zukunft erwächst. Denn lebendige Erinnerungsorte, gepflegte Denkmalensembles und aktive Geschichts- und Kulturarbeit stärken die Attraktivität der Region, fördern Kultur und Tourismus und wirken Herausforderungen wie Abwanderung, Funktionsverlust und Leerstand entgegen.
Neuheit: Die „Rede zur Lage der Region“: Ehrenamt als Fundament des Kulturraums
Im Dialog zwischen den Autorinnen Paula Fürstenberg und Annett Gröschner stand die „Rede zur Lage der Region“ im Zeichen von Identität und der Bedeutung von Engagement – und den Trennlinien, die es zwischen beiden Ländern sowie zwischen Zivilgesellschaft und Politik weiterhin zu überwinden gilt. Die Autorinnen richteten einen Appell an Politik und Gesellschaft: Ehrenamt braucht Wertschätzung, es muss resilient organisiert und öffentlich unterstützt werden, damit es auch in Krisenzeiten weiterbestehen kann. Gerade in den ländlichen Teilen der Hauptstadtregion ist ehrenamtliche Arbeit die Basis eines lebendigen Kulturraums – und muss daher gefördert und unterstützt werden, um bestehende Strukturen dauerhaft zu erhalten.
Stimmen zur Preisverleihung
„Berlin und Brandenburg verbindet neben vielem anderen die erfolgreiche Arbeit engagierter Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. Mit dem Berlin-Brandenburg-Preis wollen wir das herausstellen und zugleich das Gespräch über unsere gemeinsame Region vertiefen. Alte Verbindungen und neue Gemeinsamkeiten stärken uns. Kaum irgendwo wird das öffentlich so deutlich wie mit der Verleihung dieses Preises.“
– Richard Meng, Vorstand Stiftung Zukunft Berlin


„Eine starke Region lebt von Menschen, die sich einmischen, Verantwortung übernehmen und über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Der BERLIN BRANDENBURG PREIS macht dieses Engagement sichtbar und zeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen aus Berlin und Brandenburg gemeinsam etwas bewegen. Als Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte ist es uns ein wichtiges Anliegen, diese Verbindungen zu stärken und denjenigen Anerkennung zu geben, die unsere Region aktiv gestalten.“
– Katja Melzer, Geschäftsführerin Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte„Die Landesgeschichtliche Vereinigung vermittelt Kenntnisse über Land und Leute allen Interessierten über vielfältige Formate. Wir schaffen und bewahren Werte und dienen der Gesellschaft. Kontinuität und ein Sich-dabei-immer-wieder-neu-Erfinden gehören für uns zusammen: Überlieferungen bewahren, die Gegenwart verstehen und neue, vernetzende Erkenntnisse schaffen. Insofern ist uns der Zukunftsbegriff näher, als es zunächst vielleicht erscheinen mag.“
– Peter Bahl, Vorstand der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.
„Für uns ist der BERLIN BRANDENBURG PREIS ein wichtiges Zeichen dafür, dass wir mit unserer Überzeugung nicht allein sind und dass auch schwierige Kapitel der Geschichte ihren Platz in unserer Zukunft haben müssen. Bogensee steht beispielhaft für diese Verantwortung. Wir können seine Vergangenheit nicht ändern, aber wir können gemeinsam darüber entscheiden, welche Zukunft wir diesem Ort geben. Dieser Preis macht uns Mut, unseren Weg weiterzugehen und ich wünsche mir, dass wir eines Tages zurückblicken und sagen können: Es hat sich gelohnt, dass wir damals mutig waren.“
– Bürgermeister Hermann Borchert, Gemeinde Wandlitz



„Bogensee ist ein Ort von großer historischer Bedeutung – für den Barnim, für Berlin und weit darüber hinaus. Deshalb war es für uns keine Option, seine Zukunft allein unter dem Gesichtspunkt von Abriss und Unterhaltungskosten zu betrachten. Gemeinsam mit der Gemeinde Wandlitz und vielen Unterstützerinnen und Unterstützern haben wir dafür geworben, innezuhalten, Möglichkeiten auszuloten und diesem besonderen Ort eine Perspektive zu geben. Der BERLIN BRANDENBURG PREIS ist eine schöne Anerkennung dieses gemeinsamen Engagements. Er bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und Bogensee als historischen Ort zu bewahren, wieder zugänglich zu machen und mit neuem Leben zu füllen.“
– Landrat Daniel Kurth, Landkreis Barnim
„Die Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Berlin ist für die Menschen in der Region von großer Bedeutung. Bürgerschaftliches Engagement und öffentliches Handeln in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft sind ein Gewinn für uns alle. Der BERLIN BRANDENBURG PREIS steht für gesellschaftlichen Zusammenhalt und für das Engagement, das unsere Hauptstadtregion prägt. Seit 2018 wird ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Es werden die dahinterstehenden Menschen mit ihren Projekten sichtbar gemacht. Diese Projekte setzen wertvolle Impulse für die soziale und gesellschaftliche Situation in der Region. Mit den diesjährigen Preisträgern werden zwei Projekte ausgezeichnet, die sich der Geschichte des Landes Brandenburg widmen. Zukunft braucht Herkunft und gerade deshalb ist es in der heutigen gesellschaftlich herausfordernden Zeit wichtig, über die geschichtlichen Hintergründe von Orten und Gebäuden zu informieren. Mein Dank gilt allen Beteiligten für ihr großes Engagement und vor allem der Stiftung Zukunft Berlin.“
– Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg
Ausblick
Die hohe Zahl der Gäste an diesem Abend und das große Interesse am BERLIN BRANDENBURG PREIS haben es eindrucksvoll belegt: Dieses Engagement ist unverzichtbar für die Attraktivität und Entwicklung unseres gemeinsamen Zukunftsraums – und es muss von Politik und Fördernden weiterhin wahrgenommen und entsprechend unterstützt werden.
Die Gemeinde Wandlitz dankte in ihren Dankesworten der Förderung durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die den Erhalt des Denkmalensembles Bogensee wesentlich ermöglicht hat. Die Landesgeschichtliche Vereinigung hingegen verband ihren Dank mit einem ernsten Appell:
„Unsere Freude über die öffentliche Anerkennung ist groß – doch am 31. Dezember 2027 endet die Kündigung unserer Bibliotheks- und Archivräume in der Breiten Straße unsere Arbeitsbasis. Seit einem halben Jahr suchen wir Ersatz, bislang ohne Erfolg. Wir hoffen, heute Abend Menschen zu treffen, die größer und weiter denken und Ideen entwickeln, wie man dieser Situation entkommen kann.“
Im kommenden Jahr feiern wir das 10-jährige Jubiläum des BERLIN BRANDENBURG PREIS. Wir danken allen mitwirkenden Initiativen und Engagierten aufrichtig für ihren Einsatz – und setzen darauf, dass dieses Engagement auch künftig die Anerkennung und Förderung erfährt, die es verdient.
Weitere Hintergrundinformationen, Zitate und Bildmaterial können Sie im Nachgang über Projektkoordinatorin Charlotte Fabian anfragen. Fotos der Veranstaltung finden Sie unter stiftungzukunftberlin.eu/presse.
Pressekontakt: Kilian Dumann, Kommunikation, Stiftung Zukunft Berlin, Nymphenburger Str. 9 | 10825 Berlin, T +49 30 2639 229 29, dumann@stiftungzukunftberlin.eu
Ansprechpartnerin für das Projekt ist Charlotte Fabian, fabian@stiftungzukunftberlin.eu.
Wir danken folgenden Projektpartnern und Förderern für die Vorbereitung und Durchführung unserer Verleihung:




