SZB Vorstandssprecher Markus Dröge Interview beim RBB

In einem aufschlussreichen Interview mit dem RBB spricht Markus Dröge, Vorstandssprecher der Stiftung Zukunft Berlin, über die drängenden Herausforderungen und notwendigen Reformen in der Berliner Verwaltung. Das komplette Interview können Sie im folgenden Link als MP3 anhören und downloaden. 

https://www.inforadio.de/rubriken/interviews/2024/04/24/ein-jahr-schwarz-rot-in-berlin-senat-verwaltung-droege.html

Markus Dröge, Vorstandssprecher der Stiftung Zukunft Berlin, hebt in seiner jüngsten Stellungnahme die dringende Notwendigkeit hervor, dass der Berliner Senat, die Bezirke und die Verwaltung effektiv zusammenarbeiten müssen, um die Verwaltung der Stadt zu verbessern. Seit der Bildung des schwarz-roten Senats vor einem Jahr hat die Berliner Regierung die Verwaltungsverbesserung zur Chefsache gemacht, doch Dröge betont, dass die Implementierung des gut konzipierten Prozessdesigns nun beschleunigt werden muss, um innerhalb der aktuellen Legislaturperiode Erfolge zu erzielen.

Dröge spricht von tiefgreifenden Problemen in der Verwaltung, die sowohl Bürger als auch Unternehmen belasten und sogar die Demokratie bedrohen, wie das Beispiel der dysfunktionalen Wahl zeigt. Er kritisiert, dass in Berlin historisch Kompetenzen unklar verteilt seien und betont die Bedeutung der von der Regierung gesetzten Prioritäten.

Die Stiftung Zukunft Berlin zeigt sich zwar zufrieden mit den ausgearbeiteten sechs Punkten zur Verbesserung der Verwaltung und der transparenten Einbindung der Öffentlichkeit, doch fordert Dröge, dass die bislang gute Arbeit der acht Arbeitsgruppen konsequent fortgeführt wird. Er verlangt einen klaren Zeitplan und warnt vor einem kleinteiligen Kompetenzgerangel zwischen den beteiligten Akteuren.

Dröge unterstreicht die Notwendigkeit, die Verwaltung digitaler zu gestalten, um den Anforderungen moderner Bürger gerecht zu werden, wie am Beispiel eines ukrainischen Flüchtlings illustriert, der eine App zur Erledigung seiner Verwaltungsangelegenheiten sucht. Abschließend ruft er alle Beteiligten dazu auf, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, und kündigt an, dass die Stiftung beim bevorstehenden Berlin Forum erneut kritische Fragen zur Fortführung der Reformen stellen wird.