„Aus diesem Blackout müssen wir alle lernen“
Stiftung Zukunft Berlin sieht nach dem Stromausfall im Südwesten der Stadt viel Klärungsbedarf
Die Stiftung Zukunft Berlin (SZB) sieht durch den tagelangen Blackout im Südwesten der Stadt grundsätzliche Fragen aufgeworfen, die über den aktuellen Anlass hinaus Bedeutung haben.
„Die technische Verletzlichkeit der Stadt, die fehlenden digitalen Kommunikationswege und die ungleiche Betroffenheit der Stadtgesellschaft – aus diesem Blackout müssen wir alle lernen“, sagte SZB-Vorstandssprecherin Beate Stoffers in einer ersten Reaktion. „Während Teile der Stadt derzeit mit den direkten Folgen eines massiven Stromausfalls konfrontiert sind, verläuft der Alltag in anderen Teilen Berlins nahezu unbeeinträchtigt. Diese Gleichzeitigkeit von Betroffenheit und Normalität macht deutlich, wie unterschiedlich Krisen erlebt werden und wie wichtig eine solidarische, stadtweite Perspektive ist, um diese zu bewältigen. Dazu fehlten aber bislang sowohl die Instrumente als auch das Problembewusstsein. Wenn in einigen Tagen die Stromversorgung wieder hergestellt ist, muss darüber dringend geredet werden – damit Berlin den Menschen für die Zukunft mehr Sicherheit bieten kann.“
Die Stiftung Zukunft Berlin plant, nach der Überwindung der akuten Situation zu einem öffentlichen Ratschlag über diese neuen Fragen einzuladen. Ziel muss es dann sein, Erfahrungen auszutauschen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Im Austausch mit Bürger:innen, Verwaltung, Politik sowie Expert:innen aus Zivilgesellschaft und Krisenvorsorge sollten Schlussfolgerungen für eine zukunftsfähige und widerstandsfähige Stadt entwickelt werden, in der auch in solchen Krisensituationen der Zusammenhalt nicht verloren geht.
Zugleich soll aber an dieser Stelle auch die bemerkenswerte Solidarität und Hilfbereitschaft vieler Berliner:innen hervorgehoben werden, ebenso wie der engagierte Einsatz derjenigen, die unter hohem Zeitdruck an der Wiederherstellung der Stromversorgung arbeiten – Dankeschön!
