Europe Bottom-Up

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Europa, das sind seine Bürger:innen, seine Städte und Regionen. Sie verkörpern insbesondere die kulturelle Vielfalt und Energie, aus der Europa schöpft- produktiv und lebendig, aber auch kontrovers und streitbar. Zu sehr hat sich die Europäische Union - bei allem Erfolg - in den vergangenen Jahrzehnten vor allem "top-down", also von oben nach unten entwickelt. Was Europa jetzt dringend braucht ist die Mitwirkung "bottom- up", also die Mitverantwortung von unten nach oben durch die Europäer:innen selbst und ihrer Städte und Regionen. Sie waren in der Vergangenheit zu sehr nur die Zuschauenden und kritisch Beobachtenden in der EU.

Wir Europäer:innen sind die Eigentümer:innen Europas: Europa ist unser gemeinsames Schicksal und deshalb auch unsere gemeinsame Aufgabe. Die Zukunft Europas kann ohne die Mitwirkung seiner Basis nicht erfolgreich gestaltet werden. Initiativen und Organisationen, welche mit ihren Beiträgen die Entwicklung Europas stärken wollen, sollten sich zusammenfinden und gegenseitig unterstützen.

 

Veranstaltungen (Mitschnitte s. weiter unten)

15. April 2021: Europe Bottom-Up: Klimaneutrale Kulturarbeit. Öffnet externen Link in neuem FensterDiskussion im Rahmen der 12. Berliner Stiftungswoche
1. Oktober 2021: Bottom-Up für Europas Zukunft. Öffnet externen Link in neuem FensterDiskussionsveranstaltung zum europaweiten Tag der Stiftungen im Rahmen der Konferenz zur Zukunft Europas.
7. bis 9. November 2021: Öffnet externen Link in neuem FensterBerlin Conference 2021: Europe Bottom-Up!

Öffnet internen Link im aktuellen FensterVerfolgen Sie die Berlin Conference 2021 im Livestream!

Digitale Plattform "Europe Bottom-Up"

Deshalb entwickelt die Stiftung Zukunft Berlin gemeinsam mit ihren Partner: innen und der Unterstützung des Auswärtigen Amtes eine digitale Kooperationsplattform. Diese Plattform soll Städten, Regionen und verschiedenen Initiativen ein Instrument an die Hand geben für den Austausch über Ländergrenzen hinweg. Ein Instrument, das es leichter macht, voneinander zu lernen, gemeinsame Projekte zu verabreden und durchzuführen - alles mit dem ausdrücklichen Ziel, den europäischen Einigungsprozesses zu fördern und durch den gemeinsamen Auftritt auf der Plattform andere dafür zu gewinnen.

Geplante Funktionen der Plattform:  

1. Vernetzen: Durch Chatfunktionen, Gruppenseiten, der Erstellung eines eigenen Profils und einer Suche-Biete-Plattform können sich für Europa aktive Bürger: innen und ihre Städte und Regionen mit ihrer Aktivität für Europa identifizieren, vernetzen, Erfahrungen austauschen und Zusammenarbeit planen.

2. Kooperation und gemeinsames Arbeiten: im „Co-Working“-Bereich können Arbeitsgruppen an konkreten Projekten für Europa arbeiten. Sie können gemeinsame Dokumente bearbeiten, einen Kalender teilen, Listen erstellen und Aufgaben aufteilen. Ein geschütztes Videoprogramm wird Teammeetings ermöglichen.

3.  Best-practices: In einem Index werden lokale best-practice Beispiele aufgeführt. So können sowohl Stadtregierungen als auch Initiativen von anderen europäischen Städten und Initiativen lernen.

4. Training und Weiterbildung: Hier sollen regelmäßig digitale Seminarreihen stattfinden. Unsere Partnerorganisation Cluj Cultural Centre wird in diesem Bereich ihr erprobtes Programm „Culturepreneurs“ für Kreative anbieten. Das Programm unterstützt Kulturschaffende u. a. dabei, ein eigenes Unternehmen zu gründen oder Fundraising zu betreiben.

Cities for Europe Initiative 

Die Plattform baut auf den langjährigen Erfahrungen von „A Soul for Europe“ (eine europäische Kooperation aus dem Kulturbereich) sowie der Basisgruppe von „Wir sind Europa“ (für den europäischen Dialog mit Stadtgesellschaften) auf und knüpft an „Cities for Europe“ (ein Netzwerk für europäische Städte, die sich zu Europa bekennen und für den Zusammenhalt Europas einsetzen) an. Opens internal link in current windowMehr zur Initiative

Board

Die Plattform wird strategisch von einem Board begleitet, das sich u.a. aus Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Akteur:innen aus Kultur und Zivilgesellschaft zusammensetzt. Die Mitglieder des Boards begleiten das Plattform Projekt und treten als Multiplikator:innen auf. Sie vertreten die Plattform auf Veranstaltungen und initiieren strategische Partnerschaften.

Mitglieder des Boards sind: 

Gabriele Bischoff (MdEP), Emil Boc (Bürgermeister Cluj-Napoca), Kathrin Deventer (Generalsekretärin European Festivals Association), Hella Dunger-Löper (Präsidentin Landesmusikrat Berlin), Lena Düpont (MdEP), Rafał Dutkiewicz (Stadtpräsident Wrocław a.D.), Tomasz Frankowski (MdEP), Ulrich Fuchs (Programmdirektor der Europäischen Kulturhauptstadt Marseille-Provence 2013), Hannes Heide (MdEP), Hannah Neumann (MdEP), Niklas Nienaß (MdEP), Doris Pack (ehem. MdEP), Hannes Swoboda (ehem. MdEP), István Szabó (Regisseur)

Bisherige Beiträge zu Europe Bottom-Up

Podcasts

Bild Podcast Wim Wenders

Der europäische Traum - Wim Wenders über ein Europa "bottom up"

Wim Wenders ist Regisseur, Fotograf und leidenschaftlicher Europäer. Mit Filmen wie „Paris, Texas“ oder „Der Himmel über Berlin“ erreichte er ab den 1980er Jahren weltweite Bekanntheit. Von 1991 bis 1996 war er Vorsitzender der Europäischen Filmakademie und seitdem bis Ende 2020 deren Präsident.
Anlässlich der Berliner Europawoche sprachen Volker Hassemer und Yolanda Rother mit ihm darüber, wie ein gemeinsamer europäischer Traum, eine gemeinsame Verantwortung für das europäische Projekt durch eine digitale Infrastruktur unterstützt werden kann und muss.

Bild Podcast Dieter Kosslick

Wie grün ist unsere Kultur? – Dieter Kosslick fordert gemeinsame Kriterien und verpflichtende Emissions-Richtlinien für die europäische Filmbranche

Kultur ist weltweit ein riesiger Wirtschaftsfaktor. Die Ziele der Pariser Klimakonferenz sollten daher auch in der Kulturbranche Berücksichtigung finden. Wenn die CO2 Emissionen auch in der Kulturbranche bis 2030 um 55% gesenkt werden sollen, muss jeder einzelne Kulturschaffende dazu beitragen.
Dieter Kosslick, ehem. Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, unterstützt die Idee einer europäischen Plattform zur Bündelung von Ideen und Projekten einer „grünen“ Kulturbranche - vor allem, da gemeinsame Kriterien erforderlich sind, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen.

Bild Podcast Gemeinsame Werte

Gemeinsame Werte für Europa - die europäische Basis im Dialog

Noch immer ist der Einfluss der Nationalstaaten bestimmend für die europäische Gemeinschaft. Aber wenn Europa gelingen soll, müssen die Bedürfnisse und Wünsche der Europäer*innen in all ihrer Unterschiedlichkeit ernstgenommen und bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Die Widersprüchlichkeiten der europäischen Basis müssen in einen gemeinsamen Dialog gebracht werden. Wie kann das gelingen, und wie kann der Blick in die Vergangenheit bei dieser Aufgabe dabei helfen?
Im Podcast reflektiert Volker Hassemer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zukunft Berlin einen Beitrag des Filmregisseurs und Oscarpreisträgers István Szabó auf der diesjährigen Berlin Conference.

Bild Podcast lokale Geschichtsinitiativen

Creativity for Europe Lokale Geschichtsinitiativen als Beispiel für ein Europa "bottom up"

Im Podcast diskutieren Hella Dunger-Löper, ehem. Staatssekretärin und Europabeauftragte des Landes Berlin und Dr. Christian Johann, Direktor der Europäischen Akademie Berlin mit Volker Hassemer über lokalen Geschichtsinitiativen als Beispiel für bürgerschaftliche Mitverantwortung für und in Europa.
Europa braucht die aktive Mitverantwortung seiner Basis. Diese Mitverantwortung ist essenziell für das Gelingen des europäischen Projekts. Ein konkretes Beispiel für zivilgesellschaftliche Initiativen an der europäischen Basis sind lokale Geschichtsinitiativen, die daran arbeiten, die vielfältige Geschichte Europas gemeinsam und von unten zu erzählen.

Artikel

Volker Hassemer im Gespräch mit Dieter Kosslick

Artikel der Berliner Stiftungswoche

Umfrage

Seit Januar 2021 baut die Stiftung Zukunft Berlin die Aktions- und Kooperationsplattform „Europe Bottom-Up“ auf. Sie wird vom Auswärtigen Amt gefördert. Auf die Plattform kommen Initiativen, Gruppierungen und Arbeitsgruppen, die ihre Aktivitäten ausdrücklich für die Stärkung Europas einsetzen wollen - mit Themen wie „CO2 neutrale Kulturarbeit“, „Lokale Demokratie“ , Jugendtheater für Europa, lokale Geschichtsinitiativen für Europa, KommunalpolitIk für Europa..... Im Rahmen der Berliner Europawoche interessiert uns, was, die Bürger und Bürgerinnen, von diesem “Europe Bottom-Up” Ansatz halten. ➥ Zur Umfrage

Veranstaltungsmitschnitte


15. April 2021, Diskussion: „Europe Bottom-Up: Klimaneutrale Kulturarbeit“

In der Veranstaltung diskutierten wir mit Vertreter:innen der Kulturbranche zum Gebot der Nachhaltigkeit in all unseren Tätigkeiten – auch in unseren kulturellen.
Mit: Daniela Berglehn (Kuratorin der Eon Stiftung, Programm „Green Deal für die Kultur“), Jacob Bilabel (Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien), Birgit Heidsiek (Grünes Kino), Dieter Kosslick (Berliner Filmfestspiele a.D.), Daniel Buchholz (Berliner Abgeordnetenhaus, SPD), Claudio Jupe (Berliner Abgeordnetenhaus, CDU), Hannes Heide (MdEP, S&D), Notker Schweikhardt (Berliner Abgeordnetenhaus, B90/Grüne)



1. Oktober 2021, Diskussion: „Bottom-Up für Europas Zukunft“

Anlässlich des europaweiten Tages der Stiftungen und dessen Motto „Zusammen gestalten wir Zukunft“ luden wir Akteur:innen aus Zivilgesellschaft und Politik ein, Bottom-Up-Ansätze für und in Europa zu diskutieren.
Es diskutierten:Clara Föller (Vorsitzende Junge Europäische Föderalisten), Volker Hassemer (Vorstandvorsitzender Stiftung Zukunft Berlin), Christian Johann (Direktor Europäische Akademie Berlin), Sophia Siemer (Mitglied Wir sind Europa), Susanne Zels (Gründerin Values Unite). Mit Grußworten von Georg Pfeifer (Leiter Verbindungsbüro Europäisches Parlament in Deutschland) und Moritz Pieper (Referent im Auswärtigen Amt). Moderation: Yolanda Rother (Leiterin Abteilung Europa Stiftung Zukunft Berlin)

7.-9. Oktober 2021: Berlin Conference 2021

Die Berliner Europa-Konferenz thematisiert alljährlich die Verantwortung der Europäer:innen für die Mitgestaltung der Zukunft Europas und zeigt Beispiele auf, wie Bürger:innen, Städte und Regionen sich für Europa einsetzen können. Das diesjährige Motto „Europe Bottom-Up!“ beschreibt daher nicht nur unseren Ansatz, sondern kann durchaus als Aufforderung verstanden werden, Europa etwas von der eigenen Kreativität, vom eigenen Engagement zu geben.

Erster Konferenztag

Zweiter Konferenztag

Erster Konferenztag

Zweiter Konferenztag