Demokratie ist Arbeit – Erste Arbeitssitzung am 23.09.25
In der ersten Arbeitssitzung im Rahmen des Projektes „Demokratie ist Arbeit“ tauschten sich Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft zu ihren Erfahrungen, Zielen und bestehenden Strukturen im Bereich der Demokratieförderung in der Arbeitswelt aus. Deutlich wurde, dass Demokratie im Betrieb ein wesentlicher Baustein für gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Viele Organisationen verfügen bereits über Instrumente wie Betriebsräte, Werte- und Compliance-Systeme, Leitbilder oder Mitarbeitendenvertretungen. Gleichzeitig stehen sie vor ähnlichen Herausforderungen: Generationskonflikte, verschiedene soziokulturelle Hintergründe innerhalb der Belegschaft, wachsender Extremismus, sinkendes Vertrauen in die Demokratie, sowie die oft geringe Beteiligung an internen Gremien.
Im Mittelpunkt stand insbesondere die Frage, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gewonnen und in den Prozess einbezogen werden können. Dafür braucht es niedrigschwellige Zugänge, praxisnahe Beispiele und die Vermittlung des konkreten Nutzens demokratischer Unternehmenskulturen. In der Diskussion wurde betont, dass Demokratieförderung nicht abstrakt bleiben darf, sondern sich in klaren, alltagsnahen Beteiligungsformen widerspiegeln muss, auch unabhängig von formalen Strukturen. Präventive Ansätze wurden dabei als deutlich nachhaltiger eingeschätzt als nachsorgende Maßnahmen.
In Vorbereitung auf die nächste Arbeitssitzung im Oktober wird eine Steuerungsgruppe eingerichtet. Interessierte Unternehmen können sich bei der Projektassistenz Lea Freund melden (freund@stiftungzukunftberlin.eu).

