Shared or Divided – Projektabschluss und Festival Lausitz
Am Samstag, den 6. Dezember 2025 fand der Abschluss des Projekts „Shared or Divided“ Geteilter Raum Brandenburg/Berlin/Europa im Spreekino Spremberg mit einem spannenden Podium und der anschließenden Präsentation der Projektergebnisse von zwei Jahren „Shared or Divided“ vor über 1.000 Teilnehmenden in Kooperation der Neuen Barbaratage – Feiern der Lausitziade, unserem großartigen Kooperationspartner in den beeindruckenden Hallen der LEAG in Schwarze Pumpe statt. Im Vorfeld des Podiums im Spreekino und während der Neuen Barbaratage – Feiern konnten die Ergebnisse als Präsentation eingesehen werden. Zudem luden drei Hörstationen zum Mithören der Tonmitschnitte aus dem Labor in Gerswalde zum Themenblock: „Stadt-Land-Datenfluss“ ein.



Das Podium im Spreekino präsentierte und diskutierte die Projektergebnisse unter der Überschrift: „Transformation & Nachbarschaften“, basierend auf zwei elementaren Themensträngen aus Beiträgen des neugewonnenen „Parlaments der Zivilgesellschaft“, den rund 100 Akteuren aus den Laboren von Shared or divided aus den Jahren 2024/2025. Friedemann Kunst, Vorsitzender der Landesgruppe Berlin-Brandenburg der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, unterstrich „Wir wollen mit neuen Techniken kreativ und innovativ umgehen und die Transformation ist ein Thema von ganz Berlin und ganz Brandenburg. Diese Transformation löst auch Wanderungsströme aus.“ Kurt Winkler, Kulturmanager und ehemaliger Direktor der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte, brachte weitere Projektergebnisse ein: „Es ging darum zu identifizieren, wo sind die Möglichkeiten, wo werden die Probleme gesehen, wo sind die Anknüpfungspunkte und wo sind auch die Perspektiven für genau jene Kreise, Kräfte und Gruppen, die sich aktiv in die Gestaltung dieser Region einbringen wollen.“



Christine Herntier, Bürgermeisterin von Spremberg, ordnete die Thematik für die Stadt Spremberg und die Lausitz ein: „Das Land Brandenburg und das Land Berlin haben an vielen Stellen eine Zusammenarbeit und wir heißen auch Metropolregion. Es gibt eben Grenzen und da sind wir an allererster Stelle bei der Mobilität.“ Ewa Dąbrowska vom Städtepartner Stettin e.V. zu Gast und sprach eine polnische Sichtweise an: „Themen wie Kultur, Bildung, Begegnung, Erinnerungskultur sind Selbstläufer und es gibt ein großes Interesse dafür in Stettin. Stettin erlebt gerade eine große Welle des Interesses an der deutschen Vergangenheit, ihrer Stadt und an dem deutschen Kulturerbe und es ist sehr leicht, deutsch-polnische Projekte zu machen mit dieser Stadt momentan.“



Zudem konnte Sven Geitmann, Dipl.-Ing., Inhaber vom Hydrogeit Verlag, Consultant des EU-Projekts H2CE und bei REG Nordwestbrandenburg, eine Sichtweise bezüglich der Wasser- und Energiewirtschaft hervorheben: „Wir brauchen ganz viel Erneuerbare und da, wo Windstrom nicht direkt nutzbar ist, brauchen wir Wasserstoff und in keiner anderen Region in Deutschland wäre das so gut darstellbar wie in der Lausitz. Die Lausitz hat einen riesigen Transformationsfonds, hat eine fossile Vergangenheit und hat die Möglichkeit zu gestalten.“ Überdies ordnete Volker Hassemer, Gründer und Stifter der Stiftung Zukunft Berlin, die Zusammenarbeit der Akteur*innen ein: „Für die gemeinschaftliche Arbeit haben wir eine Verantwortung, sowohl innerhalb von Brandenburg als auch gegenüber Berlin; welche Voraussetzungen existieren und wie ist die Lage?“ Der Moderator des Podiums Harald Asel, Redakteur des Inforadios vom Rbb und Jurymitglied des BERLIN BRANDENBURG PREIS, erwähnte zudem: „Es braucht einzelne Akteure und vielleicht auch eine emotionale Erzählung.“



Ein Projekt der Stiftung Zukunft Berlin im Rahmen von »Welten verbinden – Kulturland Brandenburg 2024/2025«. Kulturland Brandenburg 2024/2025 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.


