Wasser verbindet – Strategien für urbane Resilienz im Klimawandel
Am 26. Januar fand der Wasserworkshop „Wasser verbindet – Strategien für urbane Resilienz im Klimawandel“ von der Initiative „Nachbarn in Europa – Polen“ im Säälchen des Holzmarkts statt. Im Mittelpunkt stand der Austausch über Ländergrenzen hinweg zu den drängenden Herausforderungen und Lösungsansätzen im Wassermanagement – insbesondere unter den Bedingungen des Klimawandels.
Berlin, Brandenburg sowie die polnischen Partnerstädte Breslau, Posen und Stettin liegen im hydrologisch vergleichbaren Raum des Berlin-Warschauer Urstromtals. Die Auswirkungen des Klimawandels – sinkende Grundwasserstände, zunehmende Starkregenereignisse, steigende Verdunstung, veränderte Gewässerqualität, wachsende Anforderungen in der Abwasserbehandlung und die Erschließung neuer Wasserressourcen – stellen die Wasserwirtschaft in allen Städten mehr oder weniger vor ähnliche Herausforderungen.
Regina Gnirss von den Berliner Wasserbetrieben sprach über die Berliner Wasserversorgung und das dortige Wassermanagement. Maciej Wudarski von Aquanet Retencja Sp. z o.o. benannte Projektumsetzungen in Posen für die Verbesserung der Wasserinfrastruktur. Robert Suligowski als Stadtrat aus Breslau verwies auf die Breslauer Stadtentwicklung unter anderem hinsichtlich der Integrierung von Wasser in dem Städtebau. Ewa Dąbrowska als Vorsitzende der Städtepartnerschaft Stettin e.V. stellte eine Studienreise zur Wassersituation in Stettin und der Region, die für den Schutz der Oder und den Aufbau einer Schwammstadt aufmerksam machte, vor. Matthias von Popowski, Leiter der Geschäftsstelle des Kommunale Nachbarschaftsforum Berlin-Brandenburg e.V., verdeutlichte die Aufgabe einer Wiederherstellung des Landschaftshaushalts und einer Entwicklung von Puffer-, Schwamm- und Speicherlandschaft, speziell auf den Berlin-Brandenburgischen Raum bezogen.



Im Anschluss an diese Inputs wurden Workshops mit den Themen Strategien im Umgang mit klimabedingten Wasserveränderungen, Vorstellung von technischen, planerischen und infrastrukturellen Lösungsansätzen aus der Praxis und Entwicklung von Impulsen für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft in der deutsch-polnischen Grenzregion durchgeführt. Sowohl Herausforderungen und Probleme als auch Lösungs- und Handlungsansätze in den Regionen wurden zwischen den Teilnehmenden diskutiert und entwickelt.






Fazit: Der Tag machte deutlich, dass urbane Resilienz im Klimawandel nur durch frühzeitige Kooperation, Wissenstransfer und integrierte Strategien im Wassermanagement gestärkt werden kann. Der Austausch über Ländergrenzen hinweg lieferte dafür konkrete fachliche Impulse und praxisnahe Ansatzpunkte.



Das Projekt wird gefördert von der Senatskanzlei, der Regierende Bürgermeister des Landes Berlin, aus Mitteln der Projektförderung Oder-Partnerschaft.


