Pressemitteilung: „Berlin braucht gesamtstädtische Steuerung statt Ressortdenken“ (15.10.2026)
Berlin-Forum: Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft macht Gesetze besser / Methode auf andere Politikfelder übertragbar
Das von der Stiftung Zukunft Berlin (SZB) organisierte Berlin-Forum sieht in der Zusammenarbeit von Politik und Zivilgesellschaft, wie es bei der Verwaltungsreform begonnen wurde, ein Muster auch für andere Politikfelder: „Gesetze werden besser, wenn die Politik die Kompetenz der Stadtgesellschaft einbezieht“, sagte SZB-Vorstandssprecherin Beate Stoffers nach einer Forumssitzung im Roten Rathaus. „Was in der vergangenen Legislaturperiode zum Thema Verwaltungsreform gut geklappt hat, sollte künftig auch auf andere Politikfelder ausgeweitet werden. Dazu braucht es dann aber die klare Bereitschaft der jeweiligen Senatsmitglieder, diese Kooperation zu fördern und sie auch selbst zu praktizieren. “
Das Forum, das neben der Stiftung Zukunft von zehn weiteren großen zivilgesellschaftlichen Organisationen getragen wird, diskutierte über eine Ausweitung der Kooperation Politik-Stadtgesellschaft auch anhand der Bau- und Verkehrspolitik. Dabei wurde deutlich, dass die weitere Umsetzung von Verwaltungsreformen eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, den innerstädtischen Dialog zu verbessern und bürgernäher zu werden.
Dirk Jordan, Mitglied der AG Stadtmanagement der SZB: „Auf die nächsten konkreten Schritte kommt es jetzt an, die Verwaltungsreform muss weiter gehen. Das gilt sowohl für die Umsetzung der schon beschlossenen Gesetze für die Landesverwaltung als auch für das nächste große Thema, die Verbesserung der Verhältnisse in den Berliner Bezirken. Auch das neue Abgeordnetenhaus wird dabei unser Ansprechpartner sein. Das Parlament muss hier gemeinsam mit den Organisationen der Zivilgesellschaft den Erwartungsdruck an den nächsten Senat hochhalten. Nur so wird die Berliner Verwaltung effektiver und auch bürgerfreundlicher werden.“
Plenarsitzungen des Berlin-Forums finden vierteljährlich statt. Mitgetragen wird das Forum unter anderem von den großen Kirchen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, Landessportbund und Landesmusikrat sowie dem Migrationsrat Berlin. Ziel ist es, zu den großen Themen der Berliner Politik die Impulse aus der Stadtgesellschaft zu bündeln und gemeinsam den Dialog mit der Politik voranzubringen.
