Wie wir Kiez-Zentren gemeinsam entwickeln und gestalten

Wir wollen anhand von zwei Modellorten und einem Netz aus Partner:innen vor Ort, im Umfeld und darüber hinaus über die nächsten 2 1/2 Jahre eine langfristig belastbare Trägerstruktur aus den involvierten Stakeholdern entwickeln, einen Finanzierungsplan zur langfristigen Sanierung und Erhaltung der Räumlichkeiten entwerfen und das Projekt damit als ein Modell für die Entwicklung von gemeinnützig und tragbaren Kirchenräumen mit Vorbildcharakter für andere Orte und Gemeinschaften darstellen.

Unser Projekt lebt von der partizipativen Entwicklung und dem praktischen Austausch. Dabei arbeiten wir in vier Clustern zusammen und freuen uns auf Ihre Beteiligung und Know How:

Ziele der Aktivitäten

  • Bedarfsermittlung: Was brauchen die Kieze? Welche Angebote fehlen? 
  • Nutzungskonzepte: Entwicklung von parallelen Raumnutzungen (religiös, sozial, kulturell, bildungsbezogen) für eine effiziente Auslastung. 
  • Wissenstransfer: Dokumentation und Austausch mit gescheiterten/erfolgreichen Projekten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 
  • Nachhaltigkeit: Erprobung von Trägerstrukturen (z. B. Genossenschaft, Stiftung) für langfristige Finanzierbarkeit. 

Beteiligungsmöglichkeiten

Sie haben Ideen oder möchten sich einbringen? 

  • Initiativentreffen: Termine werden laufend bekannt gegeben. 
  • Forum: Teilen Sie ihr Wissen und Tauschen Sie sich aus in unserem Forum.  

Das Projekt steht für Innovation da es:

  • Leerstehende Kirchenräume aktiviert – durch multifunktionale Nutzung (religiöse Gemeinden, Sozialberatung, Kultur, Bildung) statt Verfall.
  • Gemeinwohlorientierung lebt – niedrigschwellige Angebote für alle, unabhängig von Herkunft oder Religion.
  • Partizipativ gestaltet – Bürger:innenforen und lokale Akteur:innen bestimmen die Entwicklung mit.
  • Nachhaltige Strukturen schafft – rechtliche Vereinbarungen sichern die langfristige Nutzung.
  • Wissen teilt – Dokumentation und Lessons-Learned-Tagung machen das Modell übertragbar.
  • Synergien nutzt – Kombination aus religiösem Leben, Sozialem, Kultur und Bildung stärkt den sozialen Zusammenhalt.

Einbindung und Austausch

  • Lokale und stadtübergreifende Vernetzung von Initiativen 
  • Dokumentation & Best Practices für übertragbare Modelle 
  • Öffentlichkeitsarbeit & Community-Building 
  • Niedrigschwellige Angebote für benachteiligte Gruppen (Geflüchtete, Ältere, Familien) 
  • Interreligiöser & interkultureller Dialog 
  • Bildungs- und Beratungsformate 

Gesucht

Netzwerker:innen, Kulturvermittler:innen, Kommunikationsfachleute, Expert:innen für Wissensmanagement, Vereinsmitglieder, Initiativmitglieder, Vertreter:innen von Migrant:innenselbstorganisationen, Dialog-Koordinator:innen und Berater:innen

Finanzierung

  • Recherche und Ausarbeitung von Finanzierungsmodellen und Kostenmodellen  

Gesucht

Jurist:innen, Notar:innen, Steuerberater:innen, Finanzexpert:innen, Stiftungs- und Genossenschaftsberater:innen

Entwicklung von Trägerschaftsmodell

  • Modellentwicklung (Genossenschaft, Stiftung, Verein) 

Gesucht

Genossenschaftsberater:innen und -Gründer:innen, Stiftungsberater:innen, Vertreter:innen eines soziokulturellen Zentrums, Vertreter:innen einer kirchlichen Stiftung oder kirchlichen Immobilien-GmbH, Vereinsmitglieder von Kiez- und Nachbarschaftszentren, Quartiersmanager:innen, Vertreter:in von Migrant:innenselbstorganisationen, Ehrenamtskoordinator:innen

Bau – und Nutzungsrecht

  • Rechtliche Absicherung für langfristige Nutzung

Gesucht

Jurist:innen, Finanzexpert:innen, Stiftungs- und Genossenschaftsberater: innen, Expert:innen für Gemeinnützigkeits- und Steuerrecht, Immobilien- bzw. Liegenschaftsfachkräfte mit Kirchenerfahrung

Q&A Forum

Unser Projekt lebt von der partizipativen Entwicklung und dem praktischen Austausch. Dafür arbeiten wir in vier Clustern zusammen und freuen uns auf Ihre Beteiligung und Know How:  

Das Forum soll: 

  • den fachlichen Austausch zwischen Akteur:innen, Initiativen und Expert:innen fördern, 
  • den Zugang zu relevanten Infomaterialien (Dokumente, Studien, Leitfäden) ermöglichen, 
  • Best-Practice-Beispiele aus ähnlichen Projekten sammeln und zugänglich machen, 
  • Bedenken und Bedarfe strukturiert erfassen, um das Projekt kontinuierlich weiterzuentwickeln. 
  • Themenspezifische Diskussionsstränge zu den vier Clustern: 
    • Raum & Infrastruktur 
    • Trägerstrukturen & Finanzierung 
    • Soziale & kulturelle Angebote 
    • Vernetzung & Wissenstransfer 
  • Fragen und Antworten zu Projektinhalten, Zielen oder Umsetzungsfragen 
  • Erfahrungsaustausch zwischen lokalen und überregionalen Initiativen 
  • Zentrale Dokumentenbibliothek mit relevanten Unterlagen (z. B. Konzepte, Finanzierungsmodelle, rechtliche Rahmenbedingungen) 
  • Upload-Funktion für eigene Best-Practice-Beispiele (z. B. erfolgreiche Projekte, Lessons Learned) 
  • Kategorisierung nach Clustern für eine gezielte Suche 
  • Dedizierter Bereich für Rückfragen, Anregungen oder Kritik 
  • Strukturierte Abfrage von Bedarfen (z. B. „Welche Expertise oder Ressourcen werden benötigt?“) 
  • Transparente Diskussion von Herausforderungen und potenziellen Lösungsansätzen 

Weitere Informationen folgen.

Meilensteine

Unser Plan für 2026 und 2027

Herbst 2026

Bürger:innen-Foren

An den beiden Modellorten – offene Treffen, bei denen lokale Initiativen, Nachbar:innen und Sozialträger:innen ihre Ideen einbringen können. 

Winter/Frühling 2027

Gemeinde-Foren

Mit kleinen Religions- und Kulturgemeinschaften (u. a. vermittelt durch Frederic Jage-Bowler, ÖRBB). 

April/Mai 2027

Tagungen

Mit vergleichbaren Berliner und internationalen Projekten – Austausch über Best Practices und Herausforderungen. 

Juni 2027

Auswertung der Bedarfsanalyse

Mit der Kerngruppe – welche Angebote werden nachgefragt? Wie können Räume multifunktional genutzt werden? 

Herbst 2027

Lessons-Learned-Tagung

Reflexion der bisherigen Erfahrungen und Entwicklung von Handlungsempfehlungen. 

Juni 2028

Auswertung Trägermodell & Finanzierung

Mit der Kerngruppe.

Herbst 2028

Abschlussveranstaltung

Präsentation der Projektergebnisse, Ausblick und Appell an die Stadt Berlin.