Pressemitteilung: „Deutschland-Monitor 2025 – Warnsignal für die Demokratie“ (19.02.2026)

Der Deutschland-Monitor 2025 zeigt ein ambivalentes Bild: 99 Prozent bekennen sich zur Demokratie, zugleich sind 21 Prozent teilweise empfänglich für autoritäre Ideen und 31 Prozent befürworten eine Einparteienherrschaft. Insgesamt 40 Prozent sind mit dem Funktionieren der Demokratie unzufrieden – in Ostdeutschland sogar 49 Prozent. Die Zustimmung zu autoritären Einstellungen ist in strukturschwachen Regionen erhöht, hier gilt als wesentlicher Faktor das Gefühl des Abgehängt-Seins.

Dazu erklärt Vorstandssprecherin und Geschäftsführerin der Stiftung Zukunft Berlin (SZB), Beate Stoffers: „Die Ergebnisse des Deutschland-Monitors sind ein deutliches Warnsignal. Sie machen sichtbar, wo Vertrauen schwindet und wo Menschen das Gefühl haben, nicht ausreichend gehört zu werden. Gerade darin liegt jedoch eine zentrale Lehre: Demokratie muss sich immer wieder neu bewähren – durch Transparenz, Dialog und konkrete Problemlösungen.

Sie funktioniert am besten, wenn Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen und tragfähige Antworten entwickeln. Parteien dürfen sich nicht abschotten, sondern müssen offen bleiben für Austausch, Kritik und Zusammenarbeit. Demokratie lebt vom Mitmachen – und vom ernsthaften Willen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen.“

Die Studie unterstreicht: Demokratie ist kein Selbstläufer, sondern auf kontinuierliche Pflege und Engagement angewiesen.